Für die Monate April bis Juni dieses Jahres steht im Reifengeschäft ein Rekordquartalsumsatz von 2,81 Billionen KRW (ca. 1,61 Milliarden Euro) in der Hankook-Bilanz. Das deutliche Plus von 11,8 Prozent führen die Verantwortlichen auf den globalen Ausbau der OE-Präsenz sowie eine höhere Ersatzmarkt-Nachfrage zurück. „Insbesondere in China stiegen die Ersatzreifenverkäufe deutlich, da eine zunehmende Zahl von Elektrofahrzeugen ihren ersten Reifenwechsel erreichte”, heißt es seitens der Koreaner. Insgesamt entfielen im zweiten Quartal 2026 49,5 Prozent des gesamten Hankook-Absatzes von Pkw- und Leicht-Lkw-Reifen auf Reifen ab 18 Zoll. Reifen für Elektrofahrzeuge machten 31,8 Prozent des OE-Reifenabsatzes bei Pkw und Leicht-Lkw aus. Damit nähern sich diese Werte den Jahreszielen von 51 Prozent respektive 33 Prozent an. In diesem Zuge konnte der Konzern seinen Betriebsgewinn im Reifengeschäft um 39,5 Prozent auf 483,2 Milliarden KRW (ca. 276,7 Millionen Euro) verbessern. Die operative Marge betrug 17,2 Prozent (Q2/2025: 13,8 Prozent).
In Verbindung mit den minimalen Zuwächsen in der Sparte Thermomanagement (+0,6 Prozent) erzielte Hankook im zweiten Quartal einen unternehmensweiten Umsatz von 5,68 Billionen KRW (ca. 3,26 Milliarden Euro; +5,8 Prozent). Die seit 2025 konsolidierte Tochtergesellschaft Hanon Systems konnte ihren Betriebsgewinn ebenfalls kräftig anheben (103,7 Milliarden KRW/ca. 59,3 Millionen Euro: +61,2 Prozent) und erreichte eine Marge von 3,6 Prozent. Nach den im Vorjahreszeitraum erzielten Verlusten kehrte Hanon Systems im zweiten Quartal 2026 in die Nettogewinnzone zurück. Konzernweit erwirtschaftete Hankook in den Monaten April bis Juni einen Betriebsgewinn von 559 Milliarden KRW (ca. 320,2 Mio. Euro; +58,1 Prozent) bei einer Marge von 9,8 Prozent (Q2/2025: 6,6 Prozent).
Yokohama: Jahresprognose und Dividende werden angehoben
Erneut überaus positive Zahlen hat auch der japanische Reifenhersteller Yokohama vorgelegt. Der Halbjahresumsatz kletterte um 10,4 Prozent auf 639,4 Milliarden Yen (ca. 3,48 Milliarden Euro) und auch das Betriebsergebnis wuchs kräftig (95,8 Milliarden Yen/ca. 521,1 Millionen Euro; +54,3 Prozent). Sein operatives Ergebnis konnte der Konzern gar von 54,9 Milliarden Yen (ca. 298,6 Millionen Euro) im ersten Halbjahr 2025 auf diesmal 109,7 Milliarden Yen (ca. 596,7 Millionen Euro) verdoppeln. Alle drei Werte stellen – ebenso wie die Gewinnmarge von 15 Prozent – neue Rekorde für die erste Hälfte eines Geschäftsjahres dar. Mit Blick auf diese steile Entwicklung hat das Yokohama-Management die Jahresprognose nach oben korrigiert: Die neuen Ziele lauten 1,32 Billionen Yen Umsatz (+1,5 Prozent), ein Betriebsergebnis von 192,5 Milliarden Yen (+2,4 Prozent) sowie ein operatives Ergebnis von 199,5 Milliarden Yen (+4,2 Prozent). Darüber hinaus wurde eine Erhöhung der Jahresdividende auf 223 Yen (ca. 1,21 Euro) pro Aktie beschlossen, was einem Plus von 89 Yen (ca. 0,48 Euro) gegenüber 2025 entspricht. Unternehmensangaben zufolge wird die jährliche Dividende damit zum sechsten Mal in Folge erhöht.