Marktüberwachungsbericht 2025

Kraftfahrt-Bundesamt verzeichnet 2025 rund 1,78 Millionen Fahrzeug-Rückrufe

Rund 74.000 Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr komplett außer Betrieb genommen.  Foto: Holger – stock.adobe.com

Fahrzeug-Rückrufaktionen sind kein Ausnahmefall mehr: Zu der Erkenntnis kam zuletzt der ADAC. Dessen Auswertung zufolge hat sich die Zahl der Maßnahmen seit 2010 nahezu verdreifacht und verharrt seit Jahren auf dauerhaft hohem Niveau. Nicht zuletzt die steigende Systemkomplexität sorge dafür, dass moderne Fahrzeuge einem höheren Risiko von Fehlfunktionen unterliegen. Und auch seit Jahresbeginn 2026 wurden bereits wieder zahlreiche Fahrzeuge über viele Marken hinweg zurückgerufen: Peugeot musste beispielsweise Käufer des 3008 und 5008 wegen loser Radmuttern in die Werkstätten bitten. Beim Honda Civic und HR-V drohte unterdessen ein Radverlust, bei Modellen von BMW, MG und Hyundai bestand zuletzt Brandgefahr und auch der amerikanische Autobauer Ford rief sowohl Pkw- als auch Transportermodelle zurück. Und die Liste könnte noch viel länger sein.

Nun hat das Kraftfahrt-Bundesamt seinen Marktüberwachungsbericht 2025 vorgestellt. Dieser gibt einen Überblick über die Aktivitäten sowie Ergebnisse der Marktüberwachung im Bereich von Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen und beziffert unter anderem auch die Fahrzeug-Rückrufe des vergangenen Jahres. Der Auswertung zufolge wurden im Jahr 2025 deutschlandweit ca. 1,78 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen und damit 37 Prozent weniger als im Jahr 2024. Damit ist zwar die Anzahl der zurückgerufenen Fahrzeuge im Jahresvergleich gesunken, die Anzahl der Aktionen an sich ist den Daten zufolge allerdings von 2022 bis 2025 jedes Jahr gewachsen – und zwar auf mittlerweile deutlich über 600. Rund 74.000 Fahrzeuge wurden 2025 zudem komplett außer Betrieb genommen, etwa 52 Prozent weniger als noch im Jahr 2024.

Besonders hob die Aufsichtsbehörde erneut die Problematik rund um die Takata-Airbags hervor. Diese machen schon seit geraumer Zeit Probleme und wurden außerdem mit zahlreichen Todesfällen im Straßenverkehr in Verbindung gebracht. Seit 2014 werden in Deutschland fortlaufend herstellerübergreifende Rückrufe im Hinblick auf ammoniumnitratbasierte Gasgeneratoren für Airbags des nicht mehr existierenden Herstellers durchgeführt. Im Schnitt wurden jährlich etwa 480.000 Fahrzeuge aufgrund der Takata-Thematik zurückgerufen. Bis Ende 2025 summierten sich diese Rückrufe auf mehr als 5,8 Millionen Pkw und Lkw in Deutschland. Auch Anfang 2026 sorgte der Airbag wieder für Probleme, diesmal bei der Stellantis-Tochter Opel. Diese musste im Zusammenhang mit Takata-Airbags zahlreiche Pkw-Modelle in die Werkstätten rufen. Weltweit waren insgesamt 901.364 Fahrzeuge betroffen, davon 8.990 in Deutschland.

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