Das ISA-System erkennt die Information über die zulässige Höchstgeschwindigkeit, warnt den Fahrer bei Überschreitung und passt den Tempomat automatisch an die zulässige Höchstgeschwindigkeit an. Dafür muss der ISA europaweit dazu in der Lage sein, sowohl explizite (konkrete Geschwindigkeitsbegrenzungen in Form einer Zahl) als auch implizite Verkehrszeichen (wie Ortseingangsschilder) zu erkennen und zu interpretieren. Die KÜS hat nun mit einem eigens entwickelten Prüfstand KÜS Drive eine Möglichkeit geschaffen, das ISA-System unter kontrollierten Laborbedingungen präzise, reproduzierbar und völlig unabhängig von Wetter- und Umweltfaktoren zu prüfen. „Mit den jüngsten Fortschritten ist KÜS Drive seinen Zielen entscheidend nähergekommen. Die verlässliche regelmäßige Prüfung der ADAS durch Experten ist ein wichtiger Teil der Hauptuntersuchung der Zukunft. Für diese setzt sich die KÜS im Sinne aller Verkehrsteilnehmer mit ihrem Forschungs- und Entwicklungsprojekt seit Jahren aktiv ein“, ordnet KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler die Neuentwicklung ein.
Im Mittelpunkt des Testverfahrens steht das Zusammenspiel aus dem Globalen Navigationssatellitensystem (GNSS) und Kameras. Dabei wird mithilfe von simulierten GNSS-Signalen das Fahrzeug in beliebige geographische Regionen „versetzt“, ohne allerdings den Prüfstand zu verlassen. So können laut KÜS Fahrsituationen in jeder beliebigen Stadt oder Region detailgetreu inklusive der vor Ort verwendeten Verkehrszeichen nachgebildet werden. So kann die Schildererkennung des ISA-Systems unter länderspezifischen Bedingungen überprüft werden. Im Rahmen einer Auditierung durch das Kraftfahrt-Bundesamt wurde die KÜS Technik GmbH dazu ernannt, den ISA im Rahmen von Typgenehmigungen testen zu dürfen.