Die Berichtssaison der Reifenbranche neigt sich dem Ende zu. Nachdem zuletzt Michelin und Goodyear ihre Finanzergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierten, hat nun auch der koreanische Reifenhersteller Kumho Tire seine Zahlen veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 4.701,3 Milliarden KRW (ca. 2,74 Milliarden Euro), 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit konnte Kumho Tire trotz des Brandes ihres Reifenwerks in Gwangju eine positive Umsatzentwicklung erzielen. Der Betriebsgewinn belief sich auf 575,5 Milliarden KRW (ca. 335,4 Millionen Euro) und sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent. Auch die operative Marge fiel geringer aus und sank im Jahresvergleich von 13 auf 12,2 Prozent. Laut Konzernangaben profitierte das Unternehmen von steigenden Umsätzen sowohl im globalen Erstausrüstungsmarkt als auch im Ersatzreifenmarkt in den Schlüsselregionen USA und Europa. Die Einführung neuer Modelle wie dem Ecsta Sport ermöglichte es, den Anteil von Produkten mit Durchmessern von 18 Zoll und mehr auf 43,2 Prozent zu steigern. Der Anteil von EV-Reifen am weltweiten OE-Umsatz lag bei 20,4 Prozent.
Für das Geschäftsjahr 2026 strebt Kumho Tire einen Umsatz von 5,1 Billionen KRW an. Der Anteil von Produkten mit hohem Zollmaß soll auf 47 Prozent steigen, während der Anteil der EV-Reifen an der weltweiten OE-Versorgung auf 30 Prozent erhöht werden soll. Außerdem will Kumho Tire seine globale Marktpräsenz ausbauen. Im Fokus der Strategie stehen die Erweiterung des Portfolios hochwertiger Produkte sowie der Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten. Zuletzt verkündete der koreanische Reifenhersteller die Errichtung eines Reifenwerks in der polnischen Stadt Opole mit einer geplanten jährlichen Kapazität von zunächst sechs Millionen Reifeneinheiten.