„Unsere Branche braucht praxisnahe Digitalisierung mit Augenmaß. Mit Motoo treffen wir auf Betriebe, die Organisation und Effizienz ernst nehmen – dort entfaltet ein leistungsstarkes DMS seinen Mehrwert“, kommentiert Ralf Koke als Geschäftsführer von Loco-Soft die Vereinbarung. Geplant seien nun gemeinsame Informationsangebote und ausgewählte Veranstaltungen – unverbindlich und ohne Zwang zum Systemwechsel. Motoo ist als eingetragene Genossenschaft organisiert, deren Mitglieder selbstständige Kfz-Unternehmen sind. Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Marke Motoo 2005 von der Hans Hess Autoteile GmbH. Nach deren Insolvenz im Jahr 2022 erwarben 13 Betriebe die Markenrechte und gründeten die Genossenschaft.
Jan Knoll, geschäftsführender Vorstand der Motoo eG, kommentiert die Partnerschaft mit Loco-Soft: „Motoo gehört den Betrieben selbst. Wir bündeln Teilebezug, Technikdaten und Weiterbildung. Die Kooperation bietet unseren mehr als 70 Mitgliedern eine zusätzliche Option, digitale Prozesse strukturiert zu professionalisieren – wenn es zum Betrieb passt.“ Zum Hintergrund erklären die Verantwortlichen, dass viele freie Werkstätten DMS-Angebote meiden, die sie eng an Teilegroßhändler binden. Gleichzeitig wachse der Anteil an Markenbetrieben im Motoo-Netz – “hier besteht eine besonders gute Passung zu Loco-Soft”, heißt es.
Die Loco-Soft Vertriebs GmbH wurde 1997 als eigenständige Vertriebsgesellschaft gestartet, um das 1988 gegründete Entwicklungsbüro für Kfz-Software (EKS) von sämtlichen Vertriebsaufgaben zu befreien. Firmengründer Wolfgang Börsch führte 1988 eine Analyse für Betriebsverwaltungs-Software in Autohäusern durch und konzipierte eine neue Software. Börsch hatte bereits vor seinem Studium an einer Fachhochschule im Jahr 1980 für das väterliche Autohaus eine komplette Betriebsverwaltungs-Software auf Basis des Betriebssystem CP/M entwickelt. Das erstmals 1989 eingesetzte DMS Loco-Soft stellte eine Microsoft-basierte Neuentwicklung dar, die auf den Erfahrungen dieses Ur-Systems fußte.