Die jüngsten Akquisitionen stehen nach Aussage der Michelin-Verantwortlichen im Einklang mit der Strategie „Michelin in Motion”. Details zu deren Ausgestaltung sowie insbesondere der Bedeutung von Verbundwerkstoffen hatte der Konzern erst im Herbst vergangenen Jahres skizziert. Dass dafür auch das Segment Polymer Composite Solutions (PCS) von zentraler Bedeutung ist, wird nicht nur durch die aktuellen strategischen Schritte ersichtlich. Künftig soll der Bereich innerhalb der Michelin-Finanzkommunikation zudem als eigenständiges Teilgebiet ausgewiesen werden.
Über die genaue Höhe der Investitionen für die kartellrechtlich noch zu genehmigenden Übernahmen machten die Franzosen keine Angaben. Finanziert werden die Transaktionen dem Vernehmen nach jedoch vollständig in bar. Mit der im US-Bundesstaat Rhode Island ansässigen Cooley Group sichert sich Michelin einen Spezialisten für industriell beschichtete Werkstoffe. Das vertikal integrierte Unternehmen verfügt über Kompetenzen in den Bereichen Weberei, Strickerei und Polymerextrusion und begeht in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Tex Tech Industries wiederum hat seinen Hauptsitz in Kernersville/North Carolina und blickt auf eine mehr als 120-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Zum Tex-Tech-Portfolio gehören Spezialtextilien, Gewebe und Beschichtungen für eine Vielzahl von Branchen und Nischenanwendungen. Michelin expandiert damit eigenen Angaben zufolge gezielt „in neue Märkte und Regionen mit hoher Wertschöpfung”, was sich unmittelbar positiv auf den Umsatz von der Sparte Polymer Composite Solutions auswirken soll.