Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldet, muss der japanische Autohersteller Honda weltweit 700.318 Autos zurückrufen. Davon entfallen 31.959 Pkw auf Deutschland. Den Informationen des KBAs zufolge (Referenznummer: 15765R) kann bei Rädern ohne eingepresste Buchsen aus legiertem Stahl das Drehmoment der Muttern nicht gewährleistet werden. Die Muttern können sich lösen und es besteht die Gefahr eines Radverlustes. Betroffen sind die Modelle Honda Civic und Honda HR-V aus dem Produktionszeitraum 01.11.2014 bis 01.07.2021. Sach- und/oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Problem seien allerdings bisher nicht bekannt. Auskünfte und detaillierte Informationen erhalten Betroffene direkt vom Hersteller oder von einer Vertragswerkstatt. Für Rückfragen gilt der Hersteller-Rückrufcode 6HA.
Der aktuelle Fall bei Honda ist allerdings keine Ausnahme, reiht er sich doch in einen branchenweiten Trend ein: Laut aktueller Auswertung der ADAC-Rückrufdatenbank haben sich Pkw-Rückrufaktionen zum Dauerzustand entwickelt. Außerdem hat sich die Anzahl der Maßnahmen seit 2010 nahezu verdreifacht. Während der ADAC im Jahr 2010 noch 185 Rückrufaktionen verzeichnete, waren es im Jahr 2025 schon 532. Auch die Dimensionen nehmen zu: Allein in Deutschland wurden im Jahr 2024 rund 2,84 Millionen Pkw in die Werkstätten gerufen. Grund für diese Entwicklung sei unter anderem die steigende Systemkomplexität moderner Fahrzeuge sowie die größere Modellvielfalt der Hersteller.