Mit dem Einzug der drei ehemaligen Vitesco-Aufsichtsräte Susanne Heckelsberger, Manfred Eibeck und Kommerzialrat (KR) Joachim Hirsch wurde auch eine neue Staffelstruktur, ein sogenanntes „Staggered Board“, im Aufsichtsrat eingeführt. Damit enden die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder künftig zu unterschiedlichen Zeitpunkten, wodurch sowohl personelle Kontinuität als auch die Flexibilität des Aufsichtsrats gewährtleistet werden sollen. „Mit ihrer Expertise im Automobilbereich sind die neuen Mitglieder ein großer Gewinn für den Schaeffler-Aufsichtsrat. Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit“, erklärte Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG. Gleichzeitig dankte er den scheidenden Mitgliedern des Aufsichtsrats Hans-Jörg Bullinger, Bernd Gottschalk und Ulrike Hasbargen: „Sie haben in ihrer Funktion maßgeblich dazu beigetragen, die richtigen Weichen zu stellen, um die Schaeffler Gruppe zu einer führenden Motion Technology Company zu machen.“
Auf Arbeitnehmervertreterseite hatte die Wahl für den Aufsichtsrat bereits Anfang April bei der Delegiertenversammlung stattgefunden. Gewählt bzw. wiedergewählt wurden: Ulrich Schoepplein, Grigore Beutura, Lisa Hinrichsen, Volker Robl, Michael Kicker, Antje Mütherig, Dr. Alexander Putz, Horst Ott, Thomas Höhn und Maja Reusch. Ausgeschieden sind Hanna Köhler, Susanne Lau, Jürgen Schenk, Helga Schönhoff und Markus Zirkel.
Derweil stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre mehrheitlich dafür, dem Vorstand für seine Arbeit im Geschäftsjahr 2024 das Vertrauen auszusprechen. Auch der Aufsichtsrat wurde für seine Tätigkeit im selben Zeitraum mehrheitlich entlastet. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassungen waren rund 801 Millionen stimmberechtigte Aktien vertreten, dies entspricht einem Anteil von rund 85 Prozent der ausgegebenen Aktien. Da alle weiteren Punkte auf der Tagesordnung ebenfalls mit Mehrheit beschlossen wurden, stimmten die Aktionäre auch der Auszahlung einer Dividende von 25 Cent pro Aktie zu. Außerdem wurde beschlossen, die Aktien von sogenannten Inhaberaktien auf die international schon verbreiteten Namensaktien umzustellen. „Die Eintragung aller Aktionärinnen und Aktionäre in das Aktienregister macht es zukünftig beiden Seiten noch leichter, in Kontakt zu treten, auch und vor allem bei der Vorbereitung künftiger Hauptversammlungen“, erklärte Georg F. W. Schaeffler. „Eine transparente und direkte Kommunikation mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert, und die Hauptversammlung ist eine wertvolle Gelegenheit zum direkten Austausch.”
Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, unterstrich in seiner Rede die Bestrebungen des Konzerns zur führenden Motion Technology Company zu werden. Als Vorteil bei diesem Vorhaben sieht er die breite Aufstellung des Konzerns: Mit seinen vier produktorientierten Sparten sei man unabhängiger von Marktschwankungen, was Schaeffler vor allem in dem aktuell schwierigen und dynamischen Marktumfeld zugute käme. Schaeffler profitiere davon, dass es nach der Akquisition von Vitesco mit seinen Sparten E-Mobility und Powertrain & Chassis Produkte und Lösungen im Erstausrüstungsgeschäft für das gesamte Spektrum von Antriebssträngen, sei es im Bereich von Verbrennungsmotoren oder für Hybrid- oder Elektroantriebe, anbieten könne. „In Zukunft werden wir Schaeffler noch kundenorientierter aufstellen und uns noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden fokussieren. Die Schaeffler Gruppe verfügt, ausgehend von ihrer Technologiekompetenz, seit jeher über ein sehr breites und attraktives Produkt- und Serviceangebot, das wir in acht Produktfamilien unterteilt haben. Unser verbindendes technologisches Element ist die Bewegung. Das ist die Basis, um Schaeffler zur führenden Motion Technology Company zu machen“, sagte Rosenfeld.