Nachhaltigkeit im Aftermarket

Neuer ECU-Service von Knorr-Bremse und Cojali für den Nutzfahrzeugmarkt

Das Münchner Unternehmen Knorr-Bremse AG möchte gemeinsam mit Cojali Vorreiter eines nachhaltigen Servicemodells im Nutzfahrzeugsektor werden.  Foto: Knorr-Bremse AG

Der Service zielt darauf ab, die Lebensdauer elektronischer Komponenten zu verlängern, Wartungskosten zu senken und Ausfallzeiten zu minimieren. Gleichzeitig soll das Angebot einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Reduzierung von Elektroschrott leisten. Die Reparaturen erfolgen nach standardisierten Prozessen und werden von geschultem Fachpersonal durchgeführt. ESB Reman basiert auf einem europaweiten Netzwerk von derzeit vier Reparaturzentren in Spanien, Frankreich, Italien und Tschechien. Die dezentrale Struktur ermöglicht kurze Transportwege und eine engere Betreuung der Kunden vor Ort. „Das ganzheitliche Aftermarket-Ecosystem zielt darauf ab, Servicelösungen anzubieten, die den Anforderungen von Werkstätten, Flotten und Händlern gleichermaßen gerecht werden“, erläutert Alexander Wagner, Vice President Global Aftermarket/TruckServices bei Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge. „Mit ESB Reman führen wir nun einen Service ein, der speziell für ECUs von Nutzfahrzeugen entwickelt wurde. ESB Reman bietet einen direkten Service und schnelle Reparaturen anstelle der Beschaffung neuer Teile. Die Lösung ist sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich.“

Auch Venancio Alberca, CEO des in Spanien beheimateten Unternehmens Cojali, betont den ökologischen und technologischen Anspruch der Zusammenarbeit: „Bei Cojali engagieren wir uns seit mehr als zehn Jahren für die Reparatur und Verlängerung der Lebensdauer elektronischer Komponenten, ein Prozess, der zum Umweltschutz und zur Kostensenkung für unsere Kunden beiträgt. In diesen Jahren hat Cojali in die Qualifizierung seiner Techniker investiert. Dank dieser Synergie und dem Know-how bei der Reparatur von elektronischen Steuergeräten mit der fortschrittlichen Diagnose und Fehlercodeerkennung des Jaltest-Diagnosetools konnte Jaltest ESB entwickelt werden: die ECU Simulation Bench. Das Jaltest-ESB-Simulationsgerät ermöglicht die Diagnose, das Verstehen von Fehlern und das Testen von elektronischen Steuergeräten für Nutzfahrzeuge. Jaltest ist das Herzstück des ESB-Reman-Projekts und des Engagements der daran beteiligten Reparaturzentren sowie ein technologischer Meilenstein für Cojali.“

Der Reparaturprozess umfasst eine Sichtprüfung, eine erweiterte elektronische Diagnose sowie den Austausch beschädigter Bauteile. Abschließend wird jede Einheit auf Funktionalität geprüft, um eine Leistung auf Neuteileniveau sicherzustellen. Laut den Unternehmen können inzwischen mehr als 1.100 ECU-Referenzen aus unterschiedlichen Fahrzeugsystemen – darunter Motor, Bremsen, Federung, Getriebe, Abgasreinigung und Kombiinstrumente – instand gesetzt werden. Mit ESB Reman positionieren sich Knorr-Bremse und Cojali als Vorreiter eines nachhaltigen Servicemodells im Nutzfahrzeugsektor. Durch die Kombination aus Reparaturkompetenz, Diagnosetechnologie und einem europaweiten Netzwerk soll das Projekt neue Maßstäbe im Bereich elektronischer Fahrzeugkomponenten setzen und die Transformation hin zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft im Aftermarket beschleunigen.

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