Mehr Resilienz und Flexibilität in der eigenen Lieferkette lautet das klare Ziel, das Triangle nach eigenen Angaben mit den Plänen verfolgt. Die Entscheidung für einen Standort in Kambodscha begründen die Verantwortlichen unter anderem mit der Mitgliedschaft des Landes im ASEAN-Verbund sowie mit den bereits bestehenden wirtschaftlichen Verbindungen zu China durch die sogenannte „Belt and Road Initiative” (Neue Seidenstraße). Mit den etwa sechs Millionen Pkw-Reifen und den rund eine Million Lkw- und Busreifen, die Triangle in Kambodscha künftig produzieren will, sollen jedoch vor allem internationale Märkte bedient werden. Konkret werden etwa Europa, Nordamerika, der Nahe Osten und Afrika sowie Südostasien genannt.
Besonders im Fokus steht dabei der europäische Markt, wie die Verantwortlichen von Triangle Tyre Europe betonen. „Diese Investition ist ein entscheidender Schritt in der globalen Industriestrategie von Triangle Tyre und sendet eine ganz klare Botschaft an den europäischen Markt. Durch die Stärkung unserer Produktionskapazitäten außerhalb Chinas können wir die Stabilität unserer Lieferkette, unsere operative Flexibilität und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern. Für unsere europäischen Partner und Kunden unterstreicht dieses Projekt das Engagement von Triangle Tyre, ein zuverlässiger, zukunftsorientierter Hersteller mit einer wirklich globalen Vision zu sein“, so General Manager Corrado Moglia.
Im März dieses Jahres soll der Bau offiziell starten, als Bauzeit kalkuliert der Reifenhersteller mit knapp anderthalb Jahren. Mit dem Werk in Kambodscha wächst die Anzahl der Triangle-Produktionsstätten auf sechs. Die bisherigen Fabriken befinden sich in Huasheng, Huamo, Huayang, Huada und Huaxin und damit größtenteils nur unweit des Triangle-Hauptsitzes in Weihai. Die hiesigen Geschäfte des 1976 gegründeten Reifenherstellers werden aus der Europazentrale in Mailand gesteuert.