In einem allgemein stark wachsenden Markt kann NRF mit der Akquisition eigenen Angaben zufolge zudem unmittelbar mit einem breiten Turbolader- und Ersatzteilportfolio aufwarten. Seit Beginn dieses Monats sind sämtliche Alanko-Produkte über die NRF-Vertriebswege zu beziehen. „Mit dieser Übernahme bringen wir das technische Know-how und die Vertrauenswürdigkeit von Alanko ins Unternehmen. Außerdem freuen wir uns, eine der am schnellsten wachsenden Produktpaletten für den Ersatzteilmarkt in unser Portfolio aufzunehmen“, sagt NRF-Geschäftsführer Frank Toebes.
Der Teilespezialist will zudem von den Schulungs- und Servicekompetenzen von Alanko profitieren und setzt in diesem Zuge auch auf personelle Kontinuität. Für einen möglichst reibungslosen Übergang übernehmen die Alanko-Verantwortlichen Ghalib Alahrachi, Basel Alahrachi und Talha Alahrachi Führungspositionen innerhalb von NRF. Alanko-Geschäftsführer Ghalib Alahrachi teilt mit: „Wir sind stolz darauf, uns mit einem großen Anbieter wie NRF zusammengeschlossen zu haben. Die Größe, die Finanzierung und der Kundenstamm des Unternehmens werden unser Wachstum auf dem europäischen Turbo-Ersatzteilmarkt fördern und es uns ermöglichen, die von uns aufgebaute Produktpalette noch wirksamer zu nutzen.”
Die Wurzeln der Nederlandse Radiateuren Fabriek (Niederländische Radiatoren-Fabrik, NRF) reichen bis ins Jahr 1927 zurück. Nach dem sukzessiven Ausbau des inländischen Geschäfts in den folgenden Jahrzehnten erfolgte ab den frühen 80er-Jahren eine zunehmende Internationalisierung. Die erste Auslandsniederlassung wurde im französischen Valenciennes gegründet. In der jüngeren Vergangenheit stand vor allem der Ausbau der Lagerkapazitäten im Fokus der Verantwortlichen. Neue Lager wurden etwa in Valenciennes (2018), Valencia (2020) und Danzig (2022) eröffnet. Seit 2010 gehört NRF zum indischen Unternehmen Banco Products.