Wer elektrisch fährt, ist laut ADAC-Umfrage meist zufrieden unterwegs und zeigt sich von der Nutzung überzeugt. Die meisten Fahrer sind den Ergebnissen zufolge auch zufrieden mit der Reichweite ihres Fahrzeugs. Teilweise als verbesserungswürdig wurden aber die Reichweitenunterschiede bei warmen und tiefen Temperaturen sowie die Differenz zwischen Herstellerangabe und tatsächlicher Reichweite eingestuft. Bei den Fragen zur Ladeinfrastruktur ergab sich hingegen ein gemischtes Bild: In Summe sind fast zwei Drittel der Nutzer öffentlicher Ladesäulen zufrieden oder sehr zufrieden mit der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Kritik gibt es allerdings an der Höhe und der Transparenz der Ladestrompreise, die rund jeder Vierte für verbesserungswürdig hält. Bezahlt wird beim öffentlichen Laden am häufigsten mit einer Smartphone-App und/oder einer Ladekarte. Mehr als ein Drittel derjenigen, die öffentlich laden, hat auch bereits direkt an der Ladesäule mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt. Wäre der Preis bei jeder Bezahlform gleich, so würde je rund ein Viertel am liebsten entweder mit App oder Bank- beziehungsweise Kreditkarte zahlen. Nur noch jeder Fünfte würde die Ladekarte eines Anbieters bevorzugen.
Ein weiteres Thema der ADAC-Umfrage war die Sicherheit an öffentlichen Ladestationen bei Nacht. Zwar ist die Zufriedenheit mit der Sicherheit an Ladestationen insgesamt gut, allerdings gaben 56 Prozent der Nutzer öffentlicher Ladestationen und sogar 67 Prozent der weiblichen Nutzer laut ADAC an, dass sie ihr Ladeverhalten in der Nacht aus Sicherheitsgründen verändern. Das kann bedeuten, dass sie in der Nacht gar nicht öffentlich laden, gewisse Ladeparks meiden oder nur dann nachts laden, wenn sie nicht allein sind. Zu einem verbesserten Sicherheitsempfinden können laut den Befragten vor allem zwei Punkte beitragen: Über 60 Prozent wünschen sich eine bessere Beleuchtung oder Videoüberwachung am Ladepark. Unter den Frauen wünscht sich zudem jeweils knapp die Hälfte Personal vor Ort oder eine bessere Standortlage. Die Ergebnisse zeigen aus ADAC-Sicht, dass der Umstieg auf ein E-Auto in den meisten Fällen problemlos vonstattengeht und die Fahrer zufrieden mit ihrer Entscheidung sind. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse aber auch, dass die Ladeinfrastruktur noch benutzerfreundlicher, günstiger und transparenter werden muss. Auch das Thema Sicherheit dürfe nicht vernachlässigt werden. Der ADAC befragte im Rahmen einer Online-Befragung 1.060 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, die ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) im Haushalt besitzen und dieses an mindestens zehn Tagen im Jahr selbst nutzen. Die Erhebung wurde im Juni 2026 im Auftrag des ADAC durchgeführt.