Martina Biene, derzeit Vorsitzende und Geschäftsführerin der Volkswagen Group Africa, wird neues Škoda Auto Vorstandsmitglied für Vertrieb und Marketing. Sie tritt die Nachfolge von Martin Jahn an, der zum Vorstandsmitglied der Marke Volkswagen mit Zuständigkeit für Vertrieb, Marketing und After Sales in Wolfsburg ernannt wird. Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen wird Jahn zudem dem Aufsichtsrat von Škoda Auto beitreten. Die Veränderungen treten am 1. Oktober 2026 in Kraft. Sowohl Martina Biene als auch Martin Jahn blicken auf über 20 Jahre im Volkswagen-Konzern zurück. Zudem gibt es weitere Anpassungen auf Konzernebene: Marco Schubert wird zum 1. Oktober 2026 zum Mitglied der erweiterten Konzernleitung für die Region Nordamerika berufen. Damit übernimmt er die übergreifende Steuerung der Region Nordamerika und berichtet in dieser neuen Funktion direkt an den CEO der Volkswagen Group, Oliver Blume. Marco Schubert verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung im Volkswagen-Konzern und hatte in dieser Zeit zahlreiche Schlüsselpositionen in wichtigen internationalen Märkten inne. Zudem wird Martin Sander neuer Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Audi sowie Mitglied der erweiterten Konzernleitung. Bei der Audi AG übte der Diplomingenieur eine Reihe verschiedener Führungspositionen in Nordamerika und Europa aus. Kjell Gruner verlässt unterdessen das Unternehmen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Seit Dezember 2024 ist er President und CEO der Volkswagen Group of America sowie CEO der Volkswagen North American Region.
Porsche holt Christian Friedl in den Vorstand und ordnet den Vertrieb neu
Auch bei der Volkswagen-Tochter und Luxus-Sportwagenmarke Porsche gibt es einige Veränderungen: Zum 1. September hat die Porsche AG den angekündigten Generationswechsel an der Spitze des Vorstandsressorts Produktion und Logistik vollzogen. Im Rahmen dessen folgt Christian Friedl als Mitglied des Vorstands auf Albrecht Reimold, der nach mehr als zehn Jahren an der Spitze des Vorstandsressorts in den Ruhestand gegangen ist. Friedl war zuvor in unterschiedlichen Führungsfunktionen in der Porsche-Produktion und im Volkswagen-Konzern tätig. So leitete er unter anderem das Porsche-Stammwerk in Zuffenhausen. In seiner neuen Funktion verantwortet Friedl das internationale Produktions- und Logistiknetzwerk des Sportwagenherstellers. Dazu zählen unter anderem die Produktionsstandorte in Zuffenhausen und Leipzig sowie die CKD-Fertigung in Malaysia. Am Produktionsstandort Zuffenhausen wartet auf Friedl und sein Team in naher Zukunft eine besondere Herausforderung: die Integration der neuen und elektrifizierten Modellreihe 718 in die bestehende Montagelinie des 911 mit Verbrennungsmotor. Damit laufen künftig unterschiedliche Antriebsvarianten über eine Linie.
Zeitgleich ordnet Porsche den Vertrieb neu. Im Zuge dessen werden internationale Führungspositionen in mehreren Porsche-Vertriebsgesellschaften neu besetzt. Märkte sollen durch Restrukturierungen mehr Verantwortung erhalten. Laut Presseinformationen verfolgt der Hersteller damit das Ziel, die Märkte noch stärker in die Verantwortung zu nehmen, die Umsetzungskraft weltweit zu erhöhen und die Verzahnung zwischen den Regionen und der Zentrale weiter zu verbessern. Künftig soll die Zahl der Vertriebsregionen von fünf auf vier reduziert werden. Der Heimatmarkt Deutschland werde dabei künftig Teil der Region Europa sein. Robert Ader, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH, übernimmt zusätzlich zu seiner bisherigen Rolle die Funktion des „Regional Lead Europe“ und verantwortet damit die übergreifende Steuerung der europäischen Märkte. Weiter heißt es, dass auch in Nord-, Mittel- und Südamerika die Verantwortlichkeiten gebündelt werden. Die Region „Americas“ wird künftig unter der Leitung von Timo Resch, President und CEO von Porsche Cars North America, geführt. Die Vertriebsregion China bleibt unverändert bestehen, unter der Leitung von Alexander Pollich. Die Region Übersee- und Wachstumsmärkte wird ebenfalls neu aufgestellt: Mathias Busse, CEO von Porsche Korea Ltd., übernimmt zusätzlich zu seiner heutigen Funktion den Regional Lead für die Region Overseas. Mit der Neuaufstellung verbunden ist die Auflösung der bisherigen zentralen Hauptabteilungen Region Europa sowie Region Übersee- und Wachstumsmärkte. Dadurch sollen Schnittstellen reduziert und die Verantwortung näher an die Märkte gerückt werden. Die neue Struktur tritt laut Konzern zum 1. Oktober 2026 in Kraft.
Mit der Neuaufstellung gehen mehrere personelle Veränderungen einher: Dr. Christiane Zorn, derzeit Leiterin der Region Overseas & Emerging Markets, wechselt zum 1. Oktober 2026 innerhalb des Volkswagen-Konzerns und übernimmt zukünftig die Rolle der Vorsitzenden und Geschäftsführerin der Volkswagen Group Africa. Zum 1. Januar 2027 übernimmt Iryna Kauk, derzeit Leiterin der Region Europa bei der Porsche AG, die Geschäftsführung der Porsche Schweiz AG von Holger Gerrmann. Holger Gerrmann, aktuell CEO der Porsche Schweiz AG, wechselt zeitgleich als Geschäftsführer zu Porsche Central and Eastern Europe s.r.o. und folgt dort auf Michael Kirsch. Michael Kirsch, derzeit CEO von Porsche Central and Eastern Europe, übernimmt zum 1. Januar 2027 die Geschäftsführung von Porsche Cars Australia Pty. Ltd. Daniel Schmollinger, der derzeit Porsche Cars Australia führt, wechselt zum 1. Januar 2027 als Geschäftsführer zu Porsche France S.A.S. und folgt dort auf Dr. Jens Puttfarcken. Gleichzeitig wird Dr. Jens Puttfarcken, Geschäftsführer von Porsche France S.A.S. zum 1. Januar 2027 in den Ruhestand treten.
Alfonso Albaisa verlässt Nissan
Schließlich gibt es noch Veränderungen im Senior Management beim japanischen Autobauer Nissan. Alfonso Albaisa, Corporate Executive, Global Design, wird seine derzeitige Funktion mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 niederlegen. Bis zum 31. Dezember 2026 wird er dem Unternehmen laut Presseinformationen in beratender Funktion weiter zur Verfügung stehen, bevor er zum Jahresende in den Ruhestand tritt. Unterdessen wird Matthew Weaver, derzeit Senior Design Director, zum Corporate Executive, Global Design ernannt und tritt damit die Nachfolge von Alfonso Albaisa an. Seit seinem Eintritt bei Nissan im Jahr 2001 war Weaver an der Entwicklung des Qashqai, des Juke sowie weiterer wichtiger Modelle in Europa und Japan beteiligt. Weaver wird direkt an CEO Ivan Espinosa berichten. Um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, werden Alfonso Albaisa und Matthew Weaver Nissan zufolge bis Dezember 2026 eng zusammenarbeiten, um Verantwortlichkeiten schrittweise zu übergeben und die Kontinuität des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten.