Im Rahmen der ISCC-Initiative beteiligte sich Pirelli an der Definition technischer Anforderungen und Nachhaltigkeitsrichtlinien mit. Der italienische Hersteller arbeitete hierbei eng mit Xingda zusammen, einem strategischen Lieferanten von Verstärkungsmaterialien für Gummi. Beide Unternehmen bezeichnen die Zusammenarbeit als weiteren Schritt, um die Lieferkette für recycelten Stahl in Reifenanwendungen an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auszurichten – auf Basis unabhängig geprüfter Zertifizierungsstandards.
Pirelli gehört zu den ersten Reifenherstellern, die ISCC-Plus-zertifizierten Recyclingstahl in der Reifenproduktion einsetzen. Dabei nutzt der Hersteller ein kontrolliertes Nachverfolgungskonzept für die Materialmischung, das eine lückenlose Rückverfolgbarkeit hinsichtlich der Herkunft und der Eigenschaften der in den Produkten der Pirelli Gruppe verwendeten Rohstoffe ermöglichen soll. Die Initiative spiegelt laut Aussage der Verantwortlichen Pirellis übergeordnete Strategie sowie seinen Ansatz bezüglich der Kreislaufwirtschaft wider. Ziel sei es, industrielle Ökosysteme zu entwickeln, die Abfälle durch das Herstellen wiederverwertbarer Materialien – in diesem Fall recycelter Stahl – aufwerten können, um sie anschließend innerhalb des Produktionsnetzwerks der Gruppe wieder in die Reifenherstellung zu integrieren.
Mit seinem „Sustainability Journey Program“ bietet Pirelli Handelspartnern die Möglichkeit, sich aktiv an der ESG-Strategie des Unternehmens zu beteiligen. Auch andere Reifenhersteller forcieren die Verwendung von nachwachsenden und recycelten Materialien in der Reifenproduktion. Continental will bis 2030 beispielsweise den Anteil von nachwachsenden und recycelten Materialien in der Reifenproduktion auf über 40 Prozent steigern.