Für den Ausbau des Werks in Rome/Georgia, sollen rund 1 Milliarde Euro aufgebracht werden. Die Investitionen sollen das Wachstum von Pirelli im High-Value-Segment in den Vereinigten Staaten unterstützen, laut Pirelli dem weltweit größten Markt für dieses Segment, auf den etwa 40 Prozent des globalen Volumens entfallen. Der Ausbau des Reifenwerks soll die „Local-for-Local“-Strategie des Unternehmens stärken und die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette verbessern. Im Bundesstaat Georgia ist Pirelli mit Produktionskapazitäten bereits seit 2002 präsent. Der Ausbauplan wird nach Unternehmensangaben ab 2027 über mehrere Jahre hinweg umgesetzt und die jährliche Produktionskapazität im Werk in Rome bis zur Fertigstellung im Jahr 2033 auf rund 6 Millionen Pkw-Reifen erhöhen. Es sollen voraussichtlich rund 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Erweiterung der US-Reifenfabrik von Pirelli soll in zwei Phasen erfolgen. In der ersten Phase wird die robotergestützte Produktion auf Basis der neuesten Weiterentwicklung von MIRS (Modular Integrated Robotized System) bis 2028 schrittweise auf eine Produktionskapazität von 3 Millionen Reifen pro Jahr erhöht. Der weitere Ausbau werde im Einklang mit der Nachfrageentwicklung vollzogen.
Pirelli gibt auch bekannt, dass der Verwaltungsrat eine neue Organisationsstruktur genehmigt hat, die die sofortige Abschaffung der Funktion des Corporate General Managers vorsieht. Der Verwaltungsrat hat hierdurch die Bedingungen für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses des Corporate General Managers Francesco Tanzi genehmigt. Tanzi wird sein Arbeitsverhältnis als Führungskraft im Unternehmen bis zum 31. Dezember 2026 aufrechterhalten. Zum Schutz des strategischen und operativen Know-hows der Gruppe unterliegt Francesco Tanzi für die zwei Jahre nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses einer Wettbewerbsverbotsvereinbarung, die sich auf die wichtigsten Länder erstreckt, in denen Pirelli tätig ist, und für die er eine Vergütung in Höhe von 130 Prozents seines Bruttojahresgehalts erhält. Nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses wird Tanzi im Rahmen eines zweijährigen Beratervertrags mit einer jährlichen Vergütung von 350.000 Euro weiterhin vom Unternehmen beschäftigt.