Bewährte Kombination aus Fachprogramm + Hausmesse

Praxisnahes Lernen im Fokus des zehnten GRS-Meistertreffens

Zum zehnten GRS-Meistertreffen konnte Autoservice-Leiter Thorsten Brückner die Rekordzahl von 350 Teilnehmenden begrüßen.Zum zehnten GRS-Meistertreffen konnte Autoservice-Leiter Thorsten Brückner die Rekordzahl von 350 Teilnehmenden begrüßen.  Foto: GRS

Zentraler Baustein des GRS-Meistertreffens war wie gewohnt ein umfangreiches Fachprogramm rund um Weiterbildung, Digitalisierung und technische Entwicklungen im Kfz-Gewerbe. „Die Fahrzeugtechnik entwickelt sich so rasant, dass eine einzige Fortbildung alle zwei Jahre nicht mehr ausreicht. Nur wer kontinuierlich am Ball bleibt, kann moderne Fahrzeuge fachgerecht warten und reparieren“, betonte GRS-Autoservice-Leiter und Gastgeber Thorsten Brückner in seiner Begrüßung. Ähnlich äußerte sich auch GRS-Geschäftsführer Goran Zubanovic, der in seinem Vortrag zudem die Wichtigkeit des Austauschs untereinander und der Teamarbeit im Netzwerk hervorhob. Darüber hinaus verwies Zubanovic auf ein notwendiges Umdenken angesichts sich verändernder Rahmen- und Marktbedingungen: „Wir müssen uns heute die Frage stellen, womit wir morgen unser Geld verdienen wollen.“ 

Bevor diese Aspekte von verschiedenen Experten vertiefend behandelt wurden, stand jedoch wie von vergangenen GRS-Meistertreffen gewohnt eine Hausmesse an. Mit rund 50 Ausstellern aus Industrie, Kfz-Aftermarket und digitalen Werkstattlösungen war diese – auch dank Unterstützung der FRi – laut GRS-Angaben „größer denn je” und entwickelte sich damit „zu einem allumfassenden Branchen-Treffen”. Neben Kfz-Meistern, Werkstattmitarbeitern sowie Unternehmern aus dem HMI- und Premio-Verbund nutzten auch FRi-Geschäftsführer Michael Weitz und sein Team die Möglichkeit, mit Partnern, Herstellern und Lieferanten ins Gespräch zu kommen. 

GRS-Meistertreffen
Die begleitende Hausmesse war laut GRS-Angaben „größer denn je”. Foto: GRS

Praxisbezogene Vorträge und Workshops 

Am Samstagvormittag startete dann das Vortragsprogramm, das unter dem Motto „Meister der Zukunft – Innovative Lösungen im zeitgemäßen Kfz-Handwerk“ stand. Wie diese Lösungen mit Blick auf die E-Mobilität aussehen können, zeigte Philipp Benstein von Trainmobil mit einer Live-Diagnose aus dem Inneren eines Teslas. Bernhard Preuth von der Alliance Automotive Group (AAG) wiederum informierte über neue Richtlinien wie UNECE 15, die Herstellerbindung durch CeBAS (Certificated Based Automotive Security) sowie die zunehmende Bedeutung der Remote-Diagnose. Onlinebuchungen über Google My Business waren das Thema von Ferdinand Döttinger (Repareo), während ZF-Experte Michael Zeck mit dem Chassis 2.0 die softwarebasierte Zukunft der Fahrwerkssteuerung präsentierte und dabei insbesondere die Relevanz digitaler Schnittstellen zwischen Reifen und Fahrwerk betonte. Weitere Vorträge behandelten etwa Öle und Additive sowie die Online-Plattform FabuCar, ehe Thomas Schmidt und Michael Zarske vom TÜV Rheinland mit ihrem Beitrag „Erfolgsfaktor HU in der Werkstatt“ die Expertenreihe beschlossen. Dabei lautete eine zentrale Erkenntnis ihrer Ausführungen, dass der Abgleich von Softwareversionen, Systemchecks und Diagnosekompetenz künftig immer stärker in den Vordergrund rücken. Das wiederum habe direkte Auswirkungen auf den Werkstattalltag: „Immer häufiger werden Fahrzeuge die HU nicht wegen Rost, sondern wegen elektronischer Systemfehler nicht bestehen“, so Thomas Schmidt.

GRS-Geschäftsführer Goran Zubanovic.
Hob die Bedeutung des Austauschs untereinander und der Teamarbeit im Netzwerk hervor: GRS-Geschäftsführer Goran Zubanovic. Foto: GRS

Im zweiten Teil des Tages bot sich den insgesamt 350 Teilnehmenden dann die Möglichkeit, ihr Wissen in mehreren rotierenden Workshops direkt zu vertiefen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Dabei standen neben fachgerechten Reifenreparaturverfahren unter anderem auch die Prüfung von Ladekabeln nach DGUV V3, sichere Fahrzeugdiagnosen über Security Gateway und SERMI-Zertifizierung sowie Instandhaltung von Dieselpartikelfiltern auf der Agenda. Zum gemeinsamen Abschluss kamen die Teilnehmenden im Plenum zusammen, wo acht frisch ausgebildete Serviceberaterinnen und -berater der GRS-Akademie durch Thorsten Brückner und Christian Lehmann vom GRS-Trainingscenter geehrt wurden. Im Anschluss an die Verleihung der Premio Tuning Lieferanten-Awards ging das Meistertreffen mit dem Abendessen und einem Dartturnier in entspannter Atmosphäre zu Ende.

Acht von elf frischgebackenen GRS-Serviceberaterinnen und -Servicebratern waren in Willingen anwesend und erhielten von Thorsten Brückner (l.) und Christian Lehmann (r.) ihre Urkunden.

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