Nico Aßmann managte zuletzt die Großkunden-Zulassungen über die Volkswagen Automobile Leipzig GmbH. In dieser Funktion arbeitete er auch mit der Zulassungssoftware PZeG.online der Kölner Genossenschaft und knüpfte Kontakte zu den PremiumZulassern. In der Vergangenheit lag die Anbahnung des Großkundengeschäfts bei den PremiumZulassern weitgehend in den Händen der 60 Mitgliedsbetriebe der Kölner Genossenschaft. „In der Praxis stellen wir aber fest, dass insbesondere große, überregional tätige Autohäuser ihre Aufträge vor allem an Dienstleister mit bundesweiter Zuständigkeit und Marktbedeutung vergeben wollen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Florian Cichon. Nach seinen Angaben gewinnt diese Entwicklung durch die seit langem zu beobachtenden Kooperationen, Fusionen und Nachfolgeübernahmen von Autohäusern zu großen Gruppen eine zusätzliche Dynamik. „Diesem Konsolidierungsprozess tragen wir mit unserer Neuaufstellung Rechnung“, so Cichon.
Für Dienstleister wie die PremiumZulasser ist die Zielgruppe Großkunden insbesondere deshalb von besonderem Interesse, weil sie die Bearbeitung von Standardprozessen in zunehmendem Maße an spezialisierte Partner vergibt. Laut den PremiumZulasser-Verantwortlichen haben die meisten großen Autohäuser Dienstleistungen rund um die Zulassung von Kraftfahrzeugen outgesourct oder planen, dies zu tun, um sich mit vorhandenem Personal und Budget verstärkt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu können. Florian Cichon teilt hierzu mit: „Egal welche Instrumente man ihnen an die Hand gibt, Autohäuser wollen sich nicht mehr als unbedingt nötig mit Kfz-Zulassungen beschäftigen, sondern ihre Zeit besser nutzen.“ Von den rund 6.000 Autohäusern, die die PremiumZulasser eigenen Angaben zufolge betreuen, wenden weniger als fünf Prozent die genossenschaftseigene KI-gestützte Zulassungssoftware „PZeG.online“ selbst an. Alle anderen beauftragen damit die Mitgliedsbetriebe der Genossenschaft. „Daran ändert auch der große Vorteil unseres Systems nichts, dass man damit Vorgänge sowohl digital als auch analog bei den Zulassungsstellen einreichen kann“, betont Cichon. Bislang würden noch immer fast 90 Prozent aller Vorgänge analog bei den Zulassungsstellen ankommen.