Die Schrauberblog GmbH im Porträt 

Problemlöser aus Leidenschaft 

Chris Cloppenburg Schrauberblog_Im Gespräch mit Christian Cloppenburg ist jede Menge Leidenschaft und Expertise für den Kfz-Aftermarket spürbar.  Foto: Schrauberblog

Aus der Praxis für die Praxis – dieser vielzitierte Anspruch kennzeichnet auch die Arbeit von Christian Cloppenburg und Marco ten Hagen. „Eigentlich kann man sagen, das alles, was bei Schrauberblog so entsteht und was wir so machen, daher rührt, dass es Sachen sind, die ich mir früher als Lehrling oder als Kfz-Mechatroniker gewünscht hätte”, bringt es Christian Cloppenburg im Podcast mit Automotive Insights auf den Punkt. Exemplarisch zeigt sich das auch an der neuen App „Ehrenschrauber”, die seit einigen Monaten im App-Store sowie im Google-Play-Store zur Verfügung steht. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erläutert die Lösung etwa alle wichtigen Schritte eines Ölwechsels oder welche Teile für eine bestimmte Reparatur benötigt werden. Dabei soll die App sowohl erfahrenen Mitarbeitenden als auch dem Nachwuchs zugutekommen. „Unser Tool beantwortet auch technische Fragen. Als Lehrling kann man sich die App zur Hand nehmen und einfach mal ein bisschen daddeln und sich damit als Lehrunterstützung sozusagen berieseln lassen”, erläutert Cloppenburg. 

Ehrenschrauber KI
KI-basierte Reparaturtipps und Anleitungen sind ein wesentlicher Teil der „Ehrenschrauber”-App. Foto: Schrauberblog

Mut und Kreativität 

In seiner 15-jährigen Tätigkeit in der Automotive-Branche hat er nach seiner eigenen Ausbildung auch selbst Nachwuchskräfte betreut und kennt so deren tägliche Herausforderungen. Zudem weiß er um die Schwierigkeiten, überhaupt Mitarbeitende für die Arbeit im automotiven Umfeld zu gewinnen. Dieses speziellen Problems nimmt sich die Schrauberblog GmbH seit April 2023 mit dem Ableger Schrauberjobs an. Die Plattform bespielt das Duo gemeinsam mit dem Partner Topmotive. „Wir haben uns die Frage gestellt: Wie können wir Jungs und Mädels dazu animieren, schneller den Job zu wechseln oder sich schneller zu bewerben? Dafür setzen wir bei Schrauberjobs auf den 60-Sekunden-Bewerbungsprozess”, sagt Christian Cloppenburg. Viele Werkstätten haben seinen Erfahrungen nach noch Nachholbedarf, was Themen wie Employer Branding und die für solche flexiblen Prozesse notwendige digitale Sichtbarkeit angeht. Mit Videos und Tipps soll Schrauberjobs Arbeitgeber hierbei unterstützen, um sich in den sozialen Medien als Marke zu präsentieren.

Dabei ist Christian Cloppenburg wichtig: „Social Media wird immer als Heilmittel dargestellt. Das ist zum Teil auch völlig berechtigt. Aber um wirklich Menschen auf Social Media zu erreichen, braucht es keine gestellten Bilder, sondern wirklich authentischen Content.” Am besten geeignet sind seiner Meinung nach die Betriebsinhaber oder Geschäftsführer, auf jeden Fall aber jemand, mit dem neue Mitarbeitende dann später auch zu tun haben. Bewerberinnen und Bewerber wiederum bräuchten vor allem Mut, um die ersten Schritte oder möglicherweise gar einen Quereinstieg zu wagen. „Das kann zum Beispiel auch erstmal über eine Praktikum oder einen Probearbeitstag ablaufen. Wichtig ist, dass man dabei die Stärken des jeweiligen Bewerbers herausfindet und diese dann auch gezielt fördert, während man nach Lösungen für die Schwächen sucht. Denn perfekte Bewerber gibt es einfach nicht”, so Cloppenburg. Hier kann dann auch die „Ehrenschrauber”-App hilfreich sein – und zwar nicht nur hinsichtlich der Aneignung von Kompetenzen, sondern auch, wenn etwa Sprachbarrieren bestehen. Auf rund 80 Sprachen soll die App Anleitungen und Reparaturhinweise übersetzen können. 

Mehr Offenheit für Neues 

Wichtig ist den Experten von der Schrauberblog GmbH auch, sich mit ihren vielfältigen Lösungen immer am jeweiligen Bedarf eines Betriebes zu orientieren. „Mit macht es am meisten Spaß, Probleme zu lösen”, betont Christian Cloppenburg. „Mit dem Netzwerk und den Mitteln, die wir haben, versuchen wir immer, unseren Kunden die für sie bestmögliche Lösung zu bieten. Das kann dann etwas aus dem Bereich Social Media sein, weil man uns von dort kennt und wir dort natürlich besondere Expertise haben. Manchmal geben wir aber auch nur Tipps, ohne selbst aktiv vor die Kamera zu treten.” 

Mit diesem Ansatz sollen langfristige Beziehungen und Partnerschaften entstehen. Eine solche gibt es beispielsweise mit der Automechanika. Christian Cloppenburg und Marco ten Hagen sind in diesem Zuge bemüht, die Relevanz der Branchenmesse insbesondere für Werkstätten hervorzuheben und so mehr Schrauberinnen und Schrauber auf die Messe zu holen. Die seit drei Jahren bestehende Zusammenarbeit wird auch 2025 und 2026 fortgesetzt. In Verbindung mit solchen gewachsenen Partnerschaften hat sich auch die Schrauberblog GmbH vergrößert. „Wir haben jetzt zwei neue Leute eingestellt und verfügen mittlerweile auch über eine 600 Quadratmeter große Werkstatt. Die ist speziell für den Videodreh optimiert und es gibt auch ein Büro und ein Podcast-Studio. Außerdem kommen dort auch noch ganz normale Kunden vorbei”, berichtet Cloppenburg. 

Das Dienstleistungsangebot der Schrauberblog GmbH ist inzwischen extrem vielfältig. Ihr Unternehmen bezeichnen Christian Cloppenburg und Marco ten Hagen mittlerweile als Fullservice-Digitalagentur. Dabei kommt die Offenheit neuen Formaten und Ideen gegenüber auch Ihnen selbst zugute, wie Christian Cloppenburg konstatiert: „Durch die Vielfalt unserer Projekte finden wir uns zudem immer wieder neu.” Angesichts der vielen Veränderungen in der Branche würde diese Offenheit verbunden mit einer positiveren Grundhaltung auch vielen Branchenakteuren guttun, ist Christian Cloppenburg überzeugt: „An Herausforderungen, die man löst, kann man wachsen. Und wenn es dafür notwendig ist, einen eingefahrenen Prozess über den Haufen zu werfen, sollte man den Mut haben, das auch zu tun. Diese Herangehensweise wünsche ich mir viel häufiger in der Automotive-Branche.”

Ehrenschrauber Übersetzer
Auf rund 80 Sprachen soll die „Ehrenschrauber”-App Reparaturhinweise übersetzen können. Foto: Schrauberblog

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