Bis zu sechs Pyrum-Reaktoren der neuesten Generation soll die Anlage umfassen, die aktuell in der Region Livanates entsteht. Die dadurch entstehenden Verwertungskapazitäten würden nahezu die gesamte in Griechenland jährlich anfallende Altreifenmenge abdecken. Nachdem die Verantwortlichen von Pyrum und dessen Partner Thermo Lysi SA bereits bei Vorlage der ursprünglichen Pläne die Möglichkeiten einer Kapazitätserweiterung vor Ort ausdrücklich betont hatten, wird nun unmittelbar ab Baubeginn in entsprechenden Dimensionen gedacht. Zugute kommt den Partnern dabei, dass der European Innovation Fund (EIF) eine Förderung des Projektes bewilligt hat. Der EIF wird den Bau der Anlage mit 29,4 Millionen Euro subventionieren.
„Wir möchten unseren Partnern, der Thermo Lysi SA und der Impactus Private Equity Group, ganz herzlich zur Subventionsbewilligung gratulieren”, kommentiert Pyrum-CEO Pascal Klein die EIF-Bewilligung. „Diese Förderung ist ein Ritterschlag für unsere Technologie und ein klares Signal: Pyrum steht für die Zukunft der Kreislaufwirtschaft in Europa. Mit der Unterstützung des EIF realisieren wir eines der größten Recyclingprojekte Europas – ein starkes Zeichen für Innovation, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stärke.“
Detail-Engineering in vollem Gange
Mit der Entscheidung des EIF ist laut Unternehmensangaben die Finanzierung des Projekts – dessen Gesamtinvestition sich auf rund 100 Millionen Euro beläuft – in Gänze gesichert. Pyrum will sich mit einem Anteil von mindestens 10 Prozent am Eigenkapital der Projektgesellschaft beteiligen. Das Recyclingwerk wird auf einem Grundstück etwa 140 Kilometer nördlich von Athen entstehen. Notwendige Bau- und Umweltgenehmigungen sowie Lizenzen für den Betrieb des Werks liegen bereits vor. Bereits zu Beginn des Jahres hatte Pyrum die „vollständige Genehmigung“ des Projekts bekanntgegeben. Mitte Mai wurde ferner ein Engineering-Vertrag mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro zwischen Pyrum und Thermo Lysi unterzeichnet. Das Detail-Engineering ist nach Aussage der Partnern in vollem Gange und soll idealerweise bis zum Ende des ersten Quartals 2026 auf das griechische Recht adaptiert werden. Um den Bau sowie die Bestellung der Anlagenkomponente wird sich darüber hinaus ein EPC-Contractor kümmern.