Nach rund 509.000 Euro im ersten Quartal 2025 stehen für die Monate Januar bis März 2026 Umsatzerlöse von knapp 1,03 Millionen Euro in der Pyrum-Bilanz. Wie bereits zum Ende des Vorjahres waren Consulting- und Engineering-Leistungen im Rahmen der laufenden Kunden- und Partnerprojekte wesentliche Treiber dieser Entwicklung. Hinzu kamen gestiegene Erlöse aus dem erweiterten Anlagenbetrieb. Im Zuge der Übernahme wesentlicher Anlagenteile in den Regelbetrieb am Standort Dillingen gingen Unternehmensangaben zufolge jedoch die aktivierten Eigenleistungen deutlich zurück (491.000 Euro, Q1/2025: 2,68 Millionen Euro). Entsprechend verringerte sich auch die Gesamtleistung auf 1,6 Millionen Euro (Q1/2025: 3,37 Millionen Euro).
Ebenfalls rückläufig waren die sonstigen betrieblichen Erträge (159.000 Euro), die jedoch im Vorjahreszeitraum von öffentlichen Investitionszuschüssen im Zusammenhang mit der Fertigstellung der beiden Thermolyseanlagen TAD 2 und TAD 3 geprägt waren (Q1/2025: 2,03 Millionen Euro). Während diese zu Jahresbeginn 2025 für ein erstmals ausgeglichenes EBITDA sorgten (23.000 Euro), belief sich das entsprechend bereinigte EBITDA auf -1,78 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2026 lag das EBITDA mit -2,42 Millionen Euro noch einmal weiter im roten Bereich, wobei auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nochmals schlechter ausfiel (-3,38 Millionen Euro, Q1/2025: bereinigt -2,3 Millionen Euro). Das Konzernperiodenergebnis betrug -3,74 Millionen Euro, während sich die verfügbare Liquidität zum 31. März 2026 um rund 6 Millionen Euro auf rund 11 Millionen Euro verringerte.
„Weitere Finanzierungen unabdingbar"
„Die ersten Monate 2026 standen für uns im Zeichen eines wichtigen operativen Durchbruchs. Mit der uneingeschränkten Lieferfreigabe von Continental für unser ThermoTireBlack aus der neuen Mahl- und Pelletieranlage und ersten Lieferungen im Juni haben wir den Nachweis erbracht, dass unser Produkt die für die industrielle Reifenherstellung geforderte, gleichbleibend hohe Qualität erfüllt”, resümiert Pascal Klein, CEO der Pyrum Innovations AG. Dies soll sich bei den Finanzierungsgesprächen für das nächste Pyrum-eigene Werk in Perl-Besch positiv bemerkbar machen.
Um angesichts aktuell noch negativen Cashflows auch die weiteren Projekte zu realisieren, sind laut Pyrum-Mitteilung „weitere Finanzierungen unabdingbar". Mit der Prüfung der diesbezüglichen Möglichkeiten hat der Recycling-Spezialist die Beratungsplattform Cameron Barney Herbst Hilgenfeldt (CBHH) beauftragt. „In diesem Zusammenhang zieht das Unternehmen verschiedene Finanzierungsoptionen in Betracht. Hierzu gehören neben der möglichen Aufnahme eines strategischen Finanzinvestors alle gängigen Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungsoptionen”, heißt es seitens der Pyrum-Verantwortlichen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz im Bereich von 6,5 bis 9,5 Millionen Euro. Derweil dürften die hohe Investitionstätigkeit und der geplanten Personalausbau das EBIT weiter belasten, weshalb dafür eine Spanne von -8,0 bis -10,5 Millionen Euro prognostiziert wird. Mittelfristig soll die seit wenigen Monaten laufende Mahl- und Pelletieranlage ihre angestrebte Zielausbringung erreichen und damit die finanzielle Bilanz verbessern. Als Folge erwartet der Pyrum-Vorstand für das Jahr 2027 ein ausgeglichenes EBITDA.