Kreislaufwirtschafts-Ansatz wird Teil der Serie

Renault Master erhält recycelten Kunststoff von Materi'Act

Renault MasterRenault setzt bei der Instrumententafel des Renault Master auf nachhaltige Komponenten.  Foto: Renault/Forvia

Wie einer Mitteilung von Forvia respektive Materi'Act zu entnehmen ist, handelt es sich bei dem für Renault entwickelten IniCycled-P um einen Verbundwerkstoff auf Polypropylen-Basis für sichtbare Anwendungen. Dieser besteht demnach zu 20 Prozent aus recyceltem Kunststoff aus Altfahrzeugen und zu 15 Prozent aus Talkum als Füllstoff. Zudem wurde das Material schlagzähmodifiziert, um es elastischer und robuster zu machen. Die recycelten Elemente stammen dabei nach Aussage der Verantwortlichen von Gaia, einer Tochtergesellschaft der Renault-Geschäftseinheit „The Future is Neutral”. „Damit kommt erstmals in Europa recycelter Kunststoff aus Altfahrzeugen in einem großen, sichtbaren Innenraumbauteil in Serienproduktion zum Einsatz – ein wichtiger Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft in der Automobilbranche”, wird seitens der beteiligten Unternehmen betont. 

In der Herstellung und Produktion verhält sich IniCycled-P dabei Materi'Act-Angaben zufolge wie herkömmliches Polypropylen. Während die Recycling-Alternative dem Neumaterial in puncto Sicherheit, Langlebigkeit und optischer Qualität nicht nachstehen soll, ergäben sich zugleich messbare Umweltauswirkungen: IniCycled-P reduziert die CO₂-Emissionen laut Herstellerangaben um 24 Prozent auf 1,47 kg CO₂e/kg. Dies unterstütze außerdem die Einhaltung künftiger europäischer Vorschriften zu Rezyklat-Anteilen und Ökodesign.

„IniCycled-P zeigt, dass recycelte Kunststoffe aus Altfahrzeugen selbst in der Serienproduktion höchste Standards für große, sichtbare Innenraumbauteile erfüllen können – bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Tragfähigkeit für die Automobilhersteller und herausragender Leistungseigenschaften, auch bei sicherheitskritischen Funktionen wie der Airbag-Auslösung", resümiert Elise Moreau, Präsidentin von Materi'Act. „Indem Renault Group Materialien aus Altfahrzeugen (ELVs) zurück in die Produktion neuer Fahrzeuge bringt, treibt der Konzern seine Recyclingstrategie voran und bekräftigt gleichzeitig sein langfristiges Engagement für eine Kreislaufwirtschaft in der Automobilbranche", ergänzt Grégory Launay, Sustainability Product Deployment Director der Renault Group.

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