Massiver Stellenabbau in F&E-Abteilungen

Rüstungskonzern Hensoldt bietet Aumovio-Beschäftigten neue Perspektiven

Die Aumovio-Standorte Ulm, Markdorf und Lindau liegen in räumlicher Nähe zu den Hensoldt-Niederlassungen.   Foto: Hensoldt

Die Vereinbarung bezieht sich auf die süddeutschen Aumovio-Standorte Ulm, Lindau und Markdorf, wo laut Unternehmensangaben bis zu rund 600 Beschäftigte betroffen sind. Aufgrund der hohen Nachfrage in der Verteidigungsindustrie baut Hensoldt derzeit seine Liefer- und Produktionskapazitäten stark aus und sucht Beschäftigte, heißt es in einer Mitteilung. Allein im vergangenen Jahr hat Hensoldt rund 1.200 Mitarbeitende eingestellt und plant 2026 1.600 Neueinstellungen, vornehmlich in Deutschland. Insbesondere für die Standorte Ulm, Oberkochen/Aalen und Immenstaad am Bodensee wird eifrig rekrutiert.

Aumovio trimmt sein weltweites F&E-Netzwerk auf Effizienz. Die massiven Stellenstreichungen will der Automobilzulieferer eigenen Angaben zufolge so sozialverträglich wie möglich umsetzen. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und regionalen Unternehmen arbeite Aumovio an Perspektiven, um Beschäftigten neue berufliche Wege zu eröffnen und dabei regionale Chancen zu nutzen. Hensoldt hat großen Personalbedarf an Systemingenieuren, Softwareentwicklern und Elektrotechnikern. „Die Nachfrage nach moderner Verteidigungstechnologie wächst derzeit sehr stark, und damit auch unser Bedarf an hochqualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren. Viele Kompetenzen aus der Automobilindustrie – etwa in Systementwicklung, Software oder Elektronik – passen hervorragend zu den Technologien, die wir entwickeln“, sagt Hensoldt-CEO Oliver Dörre. Ingo Holstein teilt als Chief Human Resources Officer von Aumovio mit: „Die Kooperation mit Hensoldt ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir Veränderungen sozialverantwortlich gestalten. Sie verbindet regionale Chancen mit den vielfältigen Kompetenzen unserer Kolleginnen und Kollegen – und schafft so einen echten Mehrwert für beide Unternehmen.“

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