„Die bisherige Geschäftsentwicklung liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Zum einen übertrifft unser Umsatz, insbesondere dank eines erfolgreichen Elektronikgeschäfts, die Entwicklung der globalen Fahrzeugproduktion. Zum anderen haben wir in einem inflationsgeprägten Umfeld, in dem die Kostenbelastungen entlang unserer Lieferkette sukzessive zunehmen, diesen Einfluss wirksam abmildern und unsere Rentabilität insgesamt auf einem robusten Level halten können. Auch hat sich in den letzten Monaten unser Cashflow auf Basis einer effizienten Mittelnutzung solide entwickelt“, teilt Prof. Dr. Peter Laier, Vorsitzender der Geschäftsführung von Forvia Hella, anlässlich der Vorlage der Halbjahresbilanz mit. Während der Zulieferer seinen Umsatz mit rund 3,97 Milliarden Euro weitgehend stabil halten konnte, ging das Operating Income um 9,6 Prozent auf 214 Millionen Euro zurück. Auch die zugehörige Marge gab um 0,6 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent nach. Gegenüber dem negativen Wert im ersten Quartal 2026 verbesserte Forvia Hella den Netto Cashflow im weiteren Jahresverlauf, lag mit 66 Millionen Euro Ende Juni allerdings deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus (114 Millionen Euro). „Der niedrigere Wert im Vergleich zum Vorjahr ist unter anderem auf Auszahlungen für strukturelle Verbesserungen zurückzuführen”, heißt es dazu seitens des Unternehmens.
In den Monaten Januar bis Juni konnte Forvia Hella sowohl in der Business Group Elektronik als auch im Bereich Lifecycle Solutions wichtige finanzielle Kennzahlen verbessern. So sorgten insbesondere die Segmente Radarsensorik und Energiemanagement für ein Umsatzplus im Elektronik-Geschäft (1,78 Milliarden Euro; + 4 Prozent), während unter anderem das Aftermarket- und Werkstattgeschäft zu einem höheren Umsatz in der Business Group Lifecycle Solutions beitrug (521 Millionen Euro; + 4 Prozent). Der Konzern verzeichnete zudem in beiden Segmenten bessere Ergebnisse sowie höhere Margen und war damit profitabler unterwegs. Deutlich gegensätzlich war hingegen die Entwicklung im Lichtgeschäft für Forvia Hella: „Das Operating Income des Lichtsegments ist insbesondere aufgrund negativer Volumeneffekte auf 7 Millionen Euro gesunken (Vorjahr: 63 Millionen Euro), die Operating Income-Marge geht somit auf 0,4 Prozent zurück (Vorjahr: 3,4 Prozent)”, heißt es in der Konzernmitteilung. Im Vergleich dazu fiel der Umsatzrückgang der Business Group mit einem Minus von 5,3 Prozent (1,77 Milliarden Euro) überschaubar aus. Mit Blick auf diese Zahlen betont Forvia-Hella-CEO Peter Laier: „Wir werden zudem den Turnaround unseres Lichtgeschäfts konsequent forcieren. Erste Resultate machen sich beispielsweise beim Auftragseingang bemerkbar. Die Lichttransformation beschleunigen wir weiter und schärfen sie mit höherem Fokus auf die unmittelbare, nachhaltige Verbesserung der Profitabilität nach. Dies soll bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres Wirkung entfalten.“ Entsprechend hält der Zulieferer an seiner Geschäftsprognose aus dem Frühjahr fest.