Zuständigkeiten im Führungsgremium ändern sich 

Sebastian Schmitt ersetzt Dr. Peter Holdmann im ZF-Vorstand 

Sebastian Schmitt wird zum 1. September 2026 Mitglied des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG.  Foto: ZF

Wie einer ZF-Mitteilung zu entnehmen ist, verlässt Dr. Peter Holdmann den Zulieferer zum 31. August auf eigenen Wunsch. Holdmann gehörte dem ZF-Vorstand etwas mehr als zwei Jahre an und wurde erst im März dieses Jahres zusätzlich zum Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Auf eine Verlängerung seines Vorstandsvertrages verzichtet der Manager nun jedoch. „Mit der Integration der Fahrwerkselektronik und von ZF Race Engineering haben wir die Neuaufstellung der Division Chassis Solutions vorangetrieben. ZFs führende Lösungen für Fahrdynamik stoßen weltweit auf Anerkennung und hohe Nachfrage. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der mir die Gewissheit gibt, nach mehr als 26 Jahren bei ZF den richtigen Zeitpunkt für einen neuen beruflichen Abschnitt gewählt zu haben“, so Dr. Peter Holdmann. 

Als Ersatz für Holdmann hat der Aufsichtsrat der ZF Friedrichshafen AG in seiner turnusmäßigen Sitzung Sebastian Schmitt (44) in den Vorstand berufen. Zu dieser Entscheidung teilt der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Rolf Breidenbach mit: „Der Aufsichtsrat dankt Dr. Peter Holdmann ausdrücklich für sein Engagement und seine umsichtige Führung bei der Integration und Weiterentwicklung der Division Chassis Solutions. Sebastian Schmitt wünschen wir für sein Amt als Vorstand viel Erfolg. Er kennt die Division Elektrifizierte Antriebstechnologien bestens und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die vereinbarten Restrukturierungsmaßnahmen erste Erfolge zeigen. Diesen Weg gilt es fortzusetzen.“

Sebastian Schmitt ist studierter Wirtschaftsingenieur und seit rund zwei Jahrzehnten für ZF tätig. Bevor er im November vergangenen Jahres die Leitung der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien übernahm, leitete er deren Produktlinie Elektrifizierte Antriebssysteme. Sein beruflicher Werdegang führte ihn zuvor in verschiedenen Managementpositionen unter anderem an den mexikanischen ZF-Standort Saltillo sowie als Geschäftsführer ins Getriebewerk Brandenburg. Mit seiner Berufung in den Vorstand ändern sich dort nun auch einige Zuständigkeiten: Sebastian Schmitt übernimmt die Verantwortung für die Division Elektrifizierte Antriebstechnologien, die bisher dem Vorstandsvorsitzenden Mathias Miedreich zugeordnet ist, sowie für die Marktregionen Nord- und Südamerika. Miedreich wiederum wird von Dr. Peter Holdmann die Verantwortung für die Division Chassis Solutions sowie für das Konzernressort Forschung und Entwicklung übernehmen. „Dr. Peter Holdmann ist ein Teamplayer durch und durch. Für seinen kollegialen Einsatz und seinen Beitrag zur Transformation unseres Unternehmens danke ich ihm im Namen des gesamten Vorstands. Auf die Zusammenarbeit mit Sebastian Schmitt als Vorstandskollege freue ich mich“, kommentiert Mathias Miedreich die Personalien. 

Halbjahresbilanz: „Der Weg bleibt anspruchsvoll”

Wie eine Vielzahl anderer Branchenakteure hat auch ZF dieser Tage seine Halbjahresbilanz vorgelegt. Während der Konzernumsatz nominell um 2,0 Prozent von 19,7 Milliarden auf 19,3 Milliarden Euro zurückging, konnte der Zulieferer seine Profitabilität verbessern. Die bereinigte EBIT-Marge stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 5 Prozent und auch das bereinigte EBIT übertraf mit 964 Millionen Euro den Vorjahreswert (853 Millionen Euro). Zudem erzielte ZF mit rund 122 Millionen Euro nach zwei in dieser Hinsicht ernüchternden Jahren wieder ein positives Nettoergebnis. „Das zeigt, dass unser Performance-Programm zunehmend Wirkung entfaltet. Zusammen mit einem disziplinierten Kostenmanagement und den bereits eingeleiteten strukturellen Maßnahmen gibt uns das eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung im Jahresverlauf“, resümiert Finanzvorstand Michael Frick. „Kostendisziplin sowie die Konzentration auf eine verbesserte operative Performance und wertschöpfende Produkte beginnen zu wirken“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich. „Der Weg bleibt anspruchsvoll, doch jeder Schritt baut Altlasten ab und erweitert unseren Handlungsspielraum.“ Eingeschränkt wird dieser Spielraum jedoch durch die weiterhin hohen Schulden. Diese beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf rund 9,8 Milliarden Euro. Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, behält der Konzern ferner nun doch die Sparte ZF Lifetec. Nach mehrjähriger Investorensuche bleibe das Geschäftsfeld bis auf Weiteres vollständig im Besitz von ZF, heißt es in dem Artikel unter Berufung auf Michael Frick. 

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