Management

Strategische Differenzen – CEO Dr. David Frink verlässt Krone Gruppe

Die Krone Gruppe und der langjährige Vorstandsvorsitzende Dr. David Frink gehen getrennte Wege.  Foto: Krone Gruppe

Die Krone Gruppe richtet im Zuge des Austritts von Dr. David Frink die Organisationsstruktur neu aus. Die Neuausrichtung erfordere grundlegende Veränderungen in der operativen Führungsstruktur, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Dr. David Frink habe die Entwicklung der Krone Gruppe in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und wichtige Impulse für die strategische Ausrichtung des Familienunternehmens gesetzt. Unter seiner Führung wurden insbesondere im Bereich der Landtechnik wesentliche Weichenstellungen vorgenommen. „Wir danken Dr. David Frink ausdrücklich für seinen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Krone Gruppe sowie sein sehr großes persönliches Engagement in allen Phasen der Zusammenarbeit. Er hat von Beginn an entscheidende Veränderungen mit auf den Weg gebracht und das Unternehmen in einem anspruchsvollen Umfeld zu jeder Zeit verantwortungsvoll geführt. Die nächsten Schritte der organisatorischen Transformation haben wir im Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand vorbereitet und werden sie konsequent weiter vorantreiben. Dies beinhaltet eine neue Führungsstruktur, die Klarheit, Geschwindigkeit und Umsetzungsstärke weiter erhöht", erklärt Bernard Krone, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krone Gruppe. 

Die strategischen Aufgabenbereiche von Dr. David Frink werden bis auf Weiteres gemeinsam durch das bestehende Vorstandsteam und den Aufsichtsratsvorsitzenden wahrgenommen. Die Krone Gruppe hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang zu verkraften. Als im Agrarsektor tätiges Unternehmen kämpft Krone mit einer Zurückhaltung bei Neuinvestitionen. Der Umsatz der weltweit tätigen Krone Gruppe lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 bei etwa 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr 2,4 Milliarden Euro). „Das Phänomen, dass das Kaufverhalten der Kunden kurzfristig und unmittelbar mit der gesamtwirtschaftlichen Situation verknüpft ist, kennen wir bereits seit vielen Jahren aus dem Nutzfahrzeugbereich. Dieses Verhalten beobachten wir zunehmend auch im Landtechniksegment; Lohnunternehmer und Landwirte in aller Welt reagieren derzeit sehr sensibel auf politische und wirtschaftliche Unsicherheiten und halten sich bei Neuinvestitionen zurück. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, haben wir auch im vergangenen Geschäftsjahr an sämtlichen Standorten gezielt in die Optimierung der Produktion sowie in den Ausbau von Digitalisierung und Automatisierung investiert", so Bernard Krone. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Krone einen Umsatz auf Vorjahresniveau, da unverändert Faktoren wie Kriege oder auch die derzeitige internationale Zollpolitik die globale Weltwirtschaft beeinflussen. 

Bernard Krone ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krone Gruppe. Foto: Krone Gruppe

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