Reaktion auf Feuer in einem Karlsruher Reifenlager

„Strukturierte Entsorgungswege” wirken laut ZARE möglichen Altreifenbränden entgegen 

Reifenlager GroßbrandBeim Brand eines Reifenlagers in Karlsruhe entstand vergangene Woche ein geschätzter Sachschaden von rund 30.000 Euro.  Foto: Einsatz-Report24

In der Nacht vom 24. auf den 25. Januar wurde die Feuerwehr zu einem Brand im Karlsruher Stadtteil Nordstadt alarmiert. Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern standen große Mengen Altreifen in Flammen, mit deren Löschung insgesamt 68 Einsatzkräfte über mehrere Stunden beschäftigt waren. Für den Vorfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, besteht laut Polizeiangaben der Verdacht auf Brandstiftung. Unabhängig davon ist man der Gemeinschaft der Zertifizierten Altreifenentsorger (ZARE) überzeugt: „Wo Altreifen über längere Zeit unsachgemäß gelagert werden, steigt das Risiko von Bränden erheblich – unabhängig davon, ob diese fahrlässig oder vorsätzlich entstehen.“

Aus diesem Grund werben die in der Initiative zusammengeschlossenen Unternehmen für ihre eigene Arbeit und verweisen auf die Wichtigkeit klarer Zuständigkeiten und geprüfter Entsorgungsprozesse – insbesondere bei größeren Mengen von Altreifen. „Altreifen zählen zu den brandintensivsten Abfallarten. Brände sind schwer zu kontrollieren und gehen mit erheblicher Rauch- und Schadstoffentwicklung einher. Solche Ereignisse lassen sich durch strukturierte Entsorgungswege und die Zusammenarbeit mit zertifizierten Fachbetrieben deutlich reduzieren“, führt ZARE-Sprecherin Christina Guth aus. Sichergestellt werde dies unter anderem durch die hohen Anforderungen, die zertifizierte Entsorger erfüllen: „Dazu gehören unter anderem begrenzte Lagerzeiten, klar definierte Lagerflächen, regelmäßige Kontrollen sowie eine zeitnahe stoffliche oder energetische Verwertung der Altreifen”, wird in einer ZARE-Mitteilung erläutert. 

Die Initiative appelliert an öffentliche und private Betreiber von Lagerflächen, Altreifen ausschließlich über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe erfassen und verwerten zu lassen. Auch Reifenhändler und Kfz-Werkstätten sollten ausschließlich mit solchen Akteuren zusammenarbeiten und sich im Zweifelsfall Nachweise wie das Entsorgungsfachbetriebszertifikat (EfB) vorlegen lassen. Im Schadensfall können andernfalls auch die Erzeuger der Altreifen in die Verantwortung genommen werden. „Professionelle Entsorgung ist kein optionaler Zusatz, sondern ein zentraler Beitrag zum Brand-, Umwelt- und Gesundheitsschutz“, unterstreichen die ZARE-Verantwortlichen. Die derzeit 16 ZARE-Mitglieder sind an insgesamt 26 Standorten aktiv und decken damit nach eigenen Angaben Deutschland und die Niederlande nahezu flächendeckend ab

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