Timo Koponen wechselte von Normet, einem Unternehmen für Bergbau- und Tunnelbautechnologie, zu Nokian Tyres. Vor seiner Beschäftigung bei Normet hatte er leitende Positionen im Finanz- und Geschäftsbereich bei Lamor Corporation, Wärtsilä, Hackman und Konecranes inne. Koponen löst bei Nokian den interimistischen CFO Jari Huuhtanen ab, der bei Nokian Tyres weiterhin als VP, Group Business Control, fungiert. „Ich möchte Timo Koponen bei Nokian Tyres herzlich willkommen heißen. Seine umfassende Erfahrung wird in den nächsten Phasen unserer Entwicklung ein wichtiger Gewinn sein“, sagt CEO Paolo Pompei.
Nokian Tyres hat im Management-Board in den vergangenen Monaten eine Vielzahl personeller Veränderungen durchgeführt. Christopher Ostrander erklärte im August 2025 seinen sofortigen Rücktritt aus dem Vorstand von Nokian Tyres. Im September folgte der Chef der Heavy-Tyres-Sektion, Manu Salmi, der mit "sofortiger Wirkung" das Unternehmen verließ. Salmi war seit vielen Jahren für Nokian Tyres tätig und steuerte seit Ende 2015 als Executive Vice President das Segment Heavy Tyres. Der Vorgänger von Timo Koponen als Nokian-CFO, Niko Haavisto, entschied nach nicht einmal zwei Jahren seine Rolle aufzugeben. Im Jahr zuvor verabschiedete sich mit Anna Hyvönen als Executive Vice President bei Nokian Tyres die verantwortliche Führungskraft für den Pkw-Reifen-Bereich sowie das Vianor-Geschäft. Für den finnischen Reifenhersteller geht es nach vielfachen Wechseln im Management nun auch darum, wieder Konstanz auf Führungsebene und mehr Ruhe im Konzern zu erwirken. Nach dem Verlust des Reifenwerks in Russland und der Errichtung einer Produktion in Rumänien hatte Nokian den Anschluss an die direkte Konkurrenz verloren. Der zuvor hoch profitable Reifenhersteller konnte den Wegfall des für das eigene Geschäft bedeutsamen russischen Reifenmarktes nicht unmittelbar kompensieren. Im Erstausrüstungsgeschäft ist die Marke bedeutungslos, im deutschen Reifenersatzmarkt nach wie vor nicht wirklich präsent.