Es ist nicht lang her, da begeisterten vom 14. bis 17. Mai 2026 161 Fahrzeuge und 584 Renn-Piloten über 350.000 Zuschauerinnen und Zuschauer beim 24h-Rennen am Nürburgring. Damals peitschten unter anderem der Porsche 911 GT3 oder Lamborghini Huracan GT3 um die engen Kurven der Grünen Hölle. Das geht aber auch eine Nummer größer, mit 1.000-PS-Trucks. Und so wurde die Eifel vom 10. bis 12. Juli 2026 zur Heimat der Trucker-Szene während des 40-jährigen Jubiläums des Internationalen Shell ADAC Truck-Grand-Prix, das wieder Motorsport, Nutzfahrzeugmesse und Musikfestival an einem Wochenende miteinander vereinte. Und das mit einer Premiere: In diesem Jahr fand die Truck-Grand-Prix-Meisterschaft zum ersten Mal statt. Stationen der ersten Saison waren der Hockenheimring und der Lausitzring. Die vier Rennen auf dem Nürburgring bildeten den Abschluss der Serie. Lokalmatador Sascha Lenz dominierte dabei und gewann schließlich die erste Ausgabe der TGP-Meisterschaft.
Truck Symposium thematisiert Zukunftsthemen der Branche
Während sich auf der Rennstrecke die Trucks die Ehre gaben, reihten sich auf dem Messegelände unterdessen die Präsenzen der Nutzfahrzeugbranche dicht an dicht. Mit vor Ort waren Weltmarken wie Daimler Truck, Iveco, Man Truck & Bus sowie Renault-, Volvo-, und Ford-Trucks. Auch die Reifenbranche war auf der laut Veranstalterangaben 10.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche vertreten, darunter Continental, Giti Tire, Goodyear, Hankook, Prinx und Prometeon. Prinx war zusammen mit seinen Vertriebspartnern Küke und Woerlen präsent und zeigte den neuen Xelera EcoLine einem geladenen VIP-Publikum innerhalb der Hospitality Area. Bei Prometeon feierten die Reifen G02 Pro Multiaxle, R02 Proway Steer und Drive sowie der C02 Coach Drive, als rein Prometeon-gebrandete Produkte, vor Ort Premiere. Goodyear konnte sich unterdessen bereits im Vorfeld stark positionieren: Der US-amerikanische Reifenhersteller gab bekannt, dass er als Sponsor und exklusiver Reifenlieferant der deutschen Truck Racing Championship einsteigt. Goodyear ist bereits seit über 20 Jahren exklusiver Reifenlieferant der Goodyear FIA ETRC (European Truck Racing Championship).
Altbekannte Themen der Transport- und Logistikbranche standen zudem im Mittelpunkt des 19. Truck Symposiums. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen europäischer Verkehrs- und Klimapolitik, aktuelle Entwicklungen im Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und Möglichkeiten der staatlichen Förderung für Weiterbildung in Unternehmen. Außerdem wurde die Gewinnung, Qualifizierung und langfristigen Bindung von Berufskraftfahrerinnen und -fahrern im Rahmen der Gespräche sowie die Anwerbung von Personal aus dem In- und Ausland thematisiert. Auch die Herausforderungen der Unternehmensnachfolge im Transportgewerbe sowie aktuelle Anforderungen an Fahrerlaubnis und Fahrerqualifikation wurden beleuchtet. In einer Podiumsdiskussion tauschten zudem Vertreter aus Politik, Behörden, Wirtschaft und Verbänden ihre Perspektiven zur Zukunft der Logistik aus und entwickelten gemeinsam Lösungsansätze für die Branche. „Die Rekordanmeldungen sind ein starkes Signal für die Relevanz des Truck Symposiums. Gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen braucht die Branche den offenen Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden“, resümierte Rudi Speich, Vorsitzender des ADAC Mittelrhein e.V.
Schließlich konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer selbst aktiv werden – aber nicht auf der Rennstrecke oder während der traditionell stattfindenden Konzerte auf der Müllenbachschleife, sondern für den guten Zweck im DRK-Blutspendemobil. Mit den Partnern DRK, Life Lolli und ,Blut transportiert‘ initiierte der Internationale Shell ADAC Truck-Grand-Prix eine Blutspendenaktion in der Event-Arena. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher nicht nur Blut spenden, sondern sich zudem als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen. „Der ADAC ist in der Luftrettung omnipräsent, wir unterstützen diese tolle Aktion sehr gerne“, so Speich. Insbesondere weil die Zahl der Blutspenden immer weiter abnehme, freute er sich sehr, dass die Aktion so gut angenommen wurde und die Frequenz so hoch war.