Zum Leistungsumfang des neuen Labors gehören Strukturprüfungen, Korrosions- und Haltbarkeitsbewertungen sowie Umweltsimulationen unter extremen Bedingungen. Zudem sind nach Angaben von TÜV Rheinland Ermüdungs- und Lebensdauerprüfungen für kritische Automobilkomponenten sowie Materialanalysen für Metalle und Polymere möglich. „Unsere Investition in das Automotive Component Testing Laboratory in Manesar unterstreicht das langfristige strategische Engagement von TÜV Rheinland in Indien als wichtigem Wachstumsmarkt”, so Dr. Matthias Schubert, Executive Vice President Mobility bei TÜV Rheinland, anlässlich der Eröffnung. „Der Mobilitätssektor befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Das neue Labor ermöglicht uns, Hersteller mit fortschrittlichen Prüfkapazitäten zu unterstützen, die die Einhaltung von Vorschriften sicherstellen und Innovation, Sicherheit und globale Wettbewerbsfähigkeit fördern.“
Die strategisch günstige Lage des ACT Labs in Manesar bietet laut den Verantwortlichen zudem beste Voraussetzungen für eine weitere Expansion. Rajendra Kisanrao Bandal, Vice President Mobility bei TÜV Rheinland India, betont: „Diese Einrichtung ist mehr als ein herkömmliches Prüflabor – sie ist eine Plattform für Zusammenarbeit und Innovation.“ „Damit können wir nicht nur auf die Entwicklung des Marktes reagieren, sondern auch die Standards des Mobilitätsökosystems von morgen mitgestalten“, ergänzt Thomas Quernheim, Senior Vice President Mobility bei TÜV Rheinland.
TÜV Rheinland mit kräftigem Umsatzplus 2025
Kürzlich hat das Unternehmen auch Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 gezogen. Ein Gesamtumsatz von 2,98 Milliarden Euro bedeutet eine Steigerung von 9,7 Prozent gegenüber 2024. Mehr als die Hälfte dieses Umsatzes erwirtschaftete die in Köln ansässige Prüforganisation außerhalb Deutschlands. Nach Aussage der Verantwortlichen konnten alle vier Geschäftsbereiche zulegen, wobei sich der jeweilige Anteil am Gesamtumsatz wie folgt darstellt:
- Industrie Service & Cybersecurity: 28,5 Prozent
- Mobilität: 27 Prozent
- Produkte: 24,9 Prozent
- People & Business Assurance: 19,7 Prozent
Darüber hinaus verbesserte TÜV Rheinland auch sein Betriebsergebnis (242 Millionen Euro; +12,5 Prozent) sowie die EBIT-Marge (8,1 Prozent). Bereinigt um Sondereffekte lagen die Werte bei 268 Millionen Euro respektive 9 Prozent. „Wir haben unsere finanziellen Ziele für 2025 nicht nur erreicht, sondern in vielen Bereichen übertroffen. Das gibt uns die Stabilität, auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld weiter zu wachsen“, resümiert Philipp Kortüm, Vorstand Finanzen der TÜV Rheinland AG. Zum Jahresende 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit 28.550 Mitarbeitende und damit etwa 1.500 mehr als noch im Vorjahr. Etwa 1.200 Stellen sind aktuell unbesetzt, darunter auch rund 400 in Deutschland. Wie auch die Konkurrenz von der Dekra sucht TÜV Rheinland dabei insbesondere Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachkräfte für technische Berufe.