Mit einem symbolischen Spatenstich ist die Bauphase jüngst eingeleitet worden, in Betrieb genommen werden soll das TTC bereits im zweiten Quartal 2026. „Knapp sieben Millionen Euro investieren wir hier in die moderne Ausbildung von Sachverständigen und damit nicht nur in die Zukunft und die wachsenden Ansprüche durch die technische Fahrzeugüberwachung“, erläutert Patrick Fruth, CEO der Division Mobility bei TÜV Süd. „Daneben investieren wir hier auch in den wachsenden Bereich von Schaden- und Wertgutachten. Das ist ein signifikanter Beitrag zur Weiterqualifizierung und dem Wissenstransfer unserer Mitarbeitenden. Dabei setzen wir ganz gezielt den Fokus auf Zukunftsprojekte und moderne Prüfmethoden. Zugleich ist die Investition ein klares Bekenntnis zur Verkehrssicherheit: Die Hauptuntersuchung (HU) leistet nachweislich einen messbaren Beitrag zur Reduzierung von Unfällen.“
Nach eigenen Angaben verzeichnet die Prüforganisation eine stark wachsende Zahl an angehenden Sachverständigen. Grund hierfür sehen die Verantwortlichen unter anderem im demografischen Einfluss, so dass man künftig mit mehr als 220 neuen Sachverständigen pro Jahr rechnet. Dieser Entwicklung soll mit dem neuen TTC und der modernen Ausstattung Rechnung getragen werden. So gibt es 24,5 Meter lange Gasse für die Ausbildung an schweren Nutzfahrzeugen, die auch für die Inspektion von autonomen Fahrfunktionen eingesetzt werden könne. Darüber hinaus gehört ein Advanced System Tester zur Ausstattung, in dem automatisierte Fahrfunktionen überprüft werden können, ohne das Fahrzeug bewegen zu müssen. Fruths Resümee: „Wir ermöglichen hier optimale und effiziente Abläufe. Lernen, Qualifizieren und Prüfen sind hier sinnvoll verzahnt. Zudem werden wir auch die Möglichkeit haben, IT-Systeme weiterzuentwickeln.“