Die BRV-Auswertung erfolgt zweimal jährlich, neben der Aufbereitung der individuellen Unternehmenswerte liefert der Vergleich Detailinformationen und Durchschnittswerte der Branche. Der aktuelle Betriebsvergleich zeigt beim nicht-filialisierten Reifenfachhandel einen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent und beim filialisierten Reifenfachhandel von 1,2 Prozent. Der Branchenverband erkennt aber deutliche Differenzen beim Rohertrag im nicht-filialisierten Reifenfachhandel. "Während die Gruppe 2 und der filialisierte Reifenfachhandel ihre Roherträge steigern konnten, lag dieser bei der Gruppe 3 stabil, Gruppe 1 musste hingegen sinkende Roherträge verbuchen", heißt es in einer Mitteilung.
Die Zahl der verkauften Reifen durch BRV-Mitgliedsunternehmen lag insgesamt 3,2 Prozent unter der Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz im Bereich Reifen ging nach Verbandsangaben insgesamt um 4,0 Prozent zurück. Wie Automotive Insights bereits auf Basis exklusiver Zahlen erörterte, befindet sich lediglich im Geschäft mit Ganzjahresreifen Wachstum. Auch die BRV-Analyse bestätigt dies: "Allein das Segment Ganzjahresreifen verzeichnet steigende Werte: +3,4 Prozent Mengenabsatz, +5,1 Prozent Umsatz." Herausfordernd für den Reifenfachhandel bleibt die Kostenquote. Die beiden wichtigsten Kostenblöcke (Personal und Raumkosten) seien weiter um 3,4 Prozent (Personal) und 2,6 Prozent (Raumkosten) gestiegen. Insgesamt lagen die Personal- und Raumkosten kumuliert bei 84 Prozent des Rohertrags, so der BRV. Dies belaste das Gesamtergebnis erheblich.
Unsere Einordnung des aktuellen Ersatzmarktes für Winterreifen sowie ein Ranking der Reifenhersteller liefern wir in Podcast-Episode #144: