Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr (BMV), unterstrich in seinem Grußwort die wachsende Bedeutung vernetzter Fahrzeuge und autonomer Flotten für die Mobilität der Zukunft. Voraussetzung seien jedoch klare Rahmenbedingungen, bei denen Sicherheit oberste Priorität habe. Zudem dürften Fahrzeugdaten nur mit Einverständnis der Kundinnen und Kunden genutzt und geteilt werden. Auch aus Sicht der Industrie sind Fahrzeugdaten ein Schlüsselthema. VDIK-Präsidentin Imelda Labbé betonte: „Connected Car Daten ermöglichen eine neue Dimension individueller Servicelösungen und sind damit ein wesentlicher Baustein der Aftersales-Strategien der Zukunft. Der VDIK fordert sichere politische und rechtliche Rahmenbedingungen für die Fahrzeugkunden und setzt sich für einen konstruktiven Austausch in der Automobilwirtschaft ein.“
Nach Ansicht des Verbands, der kürzlich die "Road To Automechanika" ins Leben gerufen hat, wächst mit der Transformation der Branche auch die Komplexität des Aftersales-Geschäfts deutlich. Hersteller entwickeln neue Initiativen und Geschäftsmodelle zur Kundenbindung, sowohl im Privatkundensegment als auch im Flotten- und Unfallschadengeschäft. Gleichzeitig eröffnet die Softwaretransformation neue Möglichkeiten für interaktive und individualisierte Serviceangebote. Neben OEMs sehen auch Versicherer, Fuhrparkbetreiber und spezialisierte Serviceanbieter in Fahrzeugdaten ein erhebliches Potenzial und arbeiten an datenbasierten Geschäftsmodellen.
Die Automechanika Frankfurt positioniert sich dabei als zentrale Plattform für den Branchendialog, wie Michael Johannes, Vice President der Messe Frankfurt und Brandmanager der Automechanika, deutlich mcht: „Im Aftersales werden Geschäftsmodelle im Bereich der Fahrzeugdaten immer bedeutender. Als Plattform für Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette wird die Automechanika Frankfurt im September allen Akteuren ein Branchenforum zum Austausch und zur Weiterentwicklung dieser Technologie bieten.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung beleuchtete Benedikt Middendorf von Deloitte in einem Impulsvortrag die strategische und wirtschaftliche Relevanz von Connected Car Data für Fahrzeugmarkt und Industrie, bevor Katharina Roecker von High Mobility/DAT sowie Felix Moser vom Mobilitätsanbieter Finn Praxisbeispiele lieferten. Im anschließenden Panel diskutierten Vertreter aus Industrie, Datenwirtschaft und Versicherungswesen. Unter den Teilnehmern waren Patricia Stich (Volkswagen Group Info Services/Cariad), Jürgen Lobach (Finn), Dr. Thilo Wagner (DAT) und Maike Lamping (GDV).