Als drittes Standbein neben den bewährten Formaten in Stuttgart und Nürnberg ergänzt die Retro Classics Essen seit diesem Jahr die „Fahrkultur-Familie”. Vom 8. bis zum 12. April musste sich das Event nun erstmals beweisen – und tat das nach Ansicht der Veranstalter in überzeugender Manier: Eine Vielzahl „klar positiver Rückmeldungen” sowie rund 65.500 Besucherinnen und Besucher lassen die Verantwortlichen von einer gelungenen Premiere sprechen. Mit einem internationalen Besucheranteil von 16 Prozent und registrierten Gästen aus insgesamt 51 Ländern wurde das Debüt dabei offenbar auch über die Grenzen Deutschlands hinweg durchaus gut angenommen. Gleichwohl gibt es jedoch insbesondere hinsichtlich der Zielgruppe und deren Ansprache noch Nachholbedarf, wie die Veranstalter selbst resümieren: „Das klassische, breit interessierte Laufpublikum mit Affinität zur Fahrkultur blieb gerade am Wochenende hinter den Erwartungen zurück. Diese Besuchergruppe ist jedoch für die Gesamtattraktivität und Reichweite der Veranstaltung von großer Bedeutung und wird – auch unter Berücksichtigung aktueller Rezessionseinflüsse – für zukünftige Ausgaben wieder stärker adressiert.”
Zugleich betonen die Messemacher, dass Optimierungsbedarf bei einer Erstveranstaltung „weder ungewöhnlich noch überraschend” sei. Entsprechend fallen auch die Fazits auf Ausstellerseite aus: „Für eine Premiere ist die Veranstaltung sehr gelungen – mit einer großen Vielfalt, die für jeden etwas bereithält“, urteilt etwa Eric van Lammeren von der Sonderschau „100 Jahre Bugatti Royale“. Ähnlich äußert sich auch Rick Hettema von Munsterhuis Sportscars: „Die Messe ist insgesamt sehr positiv verlaufen, auch die Verkaufszahlen haben überzeugt. Das Besucherinteresse war durchweg gut, und die Veranstaltung bietet eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung. Ich freue mich bereits jetzt auf die zweite Auflage der Retro Classics Essen.“
Zwischenziele wurden erreicht
Bei dieser zweiten Auflage wollen die Veranstalter bewährte Baustein beibehalten und zugleich neue Akzente setzen. Positiv aufgenommen wurden vom Messepublikum demnach unter anderem die Inhalte und Ausstellungsobjekte der neuen Premiumhalle 3 sowie die erstmalige Integration von Bussen und Lkw in das Spektrum der Klassikszene. Die neu etablierte Clubkultur samt der zugehörigen Club Challenge bot der Szene ferner „eine sichtbare und lebendige Plattform”. Insgesamt präsentierten sich über 120 Clubs, Interessengemeinschaften und Vereine in drei Hallen und unterstrichen damit die Vielfalt und das Engagement innerhalb der Klassikszene. „Die gesetzten Zwischenziele konnten erreicht werden – insbesondere im Hinblick auf Marktnähe und Relevanz innerhalb der Szene ist eine hervorragende Basis für die weitere Entwicklung gelegt”, bilanzieren die Verantwortlichen abschließend. „Die ersten Anmeldungen für die Retro Classics Essen 2027 sind somit folgerichtig auch bereits während der Messe eingegangen.”
Bevor die Retro Classics 2027 zum zweiten Mal in Essen stattfindet, macht das Format in wenigen Tagen in Stuttgart Station (29. April bis 2. Mai). Im Herbst findet dann die Retro Classics Bavaria in Nürnberg statt (6. bis 8. November). Ende September öffnet jedoch kurz zuvor auch die Techno Classica ihre Pforten, die nach ihrem Umzug nach Dortmund als Techno Classica Salon an den Start geht (24. bis 27. September).