Mitgliederversammlung stimmt für „Modernisierung”

Verjüngter Vorstand und Satzungsreform beim ZDK

Neue ZDK-Vorstandsmitglieder (v.l.n.r.): Thorsten Krämer, Nina Eskildsen und Michael Schneider. Neue ZDK-Vorstandsmitglieder (v.l.n.r.): Thorsten Krämer, Nina Eskildsen und Michael Schneider.   Foto: ZDK

Wie aus einer Mitteilung des Verbands hervorgeht, erhielten sowohl die Satzungsreform (95 Prozent) als auch die Mitgliedschaft des ZDK bei Automotive Mobility Europe (93 Prozent) deutliche Zustimmung. Die Gründung des europäischen Dachverbands AME hatte der ZDK selbst mit vorangetrieben und nun ein offizielles Mandat der Mitgliederversammlung für die entsprechende Arbeit erhalten. Der im Herbst 2025 gewählte ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler fungiert zudem als Co-Vorsitzender von AME. Für eine vereinte Interessenvertretung der europäischen Automobilverbände innerhalb von AME stimmte zuletzt auch die Generalversammlung des Branchenverbands CECRA, die für die Fusion mit Automotive Mobility Europe votierte.  

In eigener Sache stellte der ZDK in Berlin zudem zentrale Weichen für die Zukunft. Ein zentraler Baustein hierfür ist die verabschiedete Satzungsreform, die klarere Strukturen schaffen soll und damit „das Fundament für die strategische Neuausrichtung des ZDK” bildet. Darüber hinaus wurden Thorsten Krämer, Nina Eskildsen und Michael Schneider neu in den ZDK-Vorstand gewählt. Michael Schneider ist Obermeister der Kfz-Innung Sachsen-West und seit 2023 Präsident des Landesverbands Kfz-Gewerbe Sachsen und Landesinnungsmeister. Nina Eskildsen wiederum ist seit 2018 Präsidentin des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein, während sich Thorsten Krämer als Obermeister der Innung des Kfz-Gewerbes Fulda und seit 2023 zusätzlich als Landesinnungsmeister sowie Vizepräsident des Landesinnungsverbands Hessen engagiert. Gemeinsam repräsentieren sie laut ZDK „die Vielfalt und Stärke des Kfz-Gewerbes in den Regionen” und stehen zugleich „für eine starke Verankerung im Kfz-Handwerk”. „Mit diesen Entscheidungen treiben wir die Modernisierung unseres Verbands konsequent voran. Der ZDK stellt sich organisatorisch und personell zukunftsfest auf“, bilanziert ZDK-Präsident Thomas Peckruhn die Ergebnisse der Mitgliederversammlung. 

Abermaliger Aufruf zu mehr Verlässlichkeit beim Neujahrsgipfel

Dieser Tage fand außerdem der ZDK-Neujahrsgipfel statt, bei dem unter anderem auch der aktuelle DAT-Report präsentiert wurde. Vor mehr als 1.000 Gästen aus Politik, Verbänden und der Automobilbranche – darunter Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) als Gastredner – nutzten die ZDK-Verantwortlichen die große Bühne, um ihre Forderungen für die Branche an die Politik gebündelt zu formulieren. „2026 muss das Jahr der Verlässlichkeit für die Mobilität werden”, so der zentrale Appell der Verbandsspitze im Gasometer auf dem EUREF-Campus in Berlin. Nach Jahren tiefgreifender Umbrüche und wachsender Unsicherheiten seien stabile und verlässliche Rahmenbedingungen dringend notwendig. 

Das Autoren-Duo, Uta Heller und Dr. Martin Endlein präsentierte in Berlin den DAT-Report 2026. Foto: DAT

„Unsere Kunden brauchen Planungssicherheit statt weiterer Verunsicherungen. Mobilität muss für die Menschen bezahlbar und der Antriebswechsel zur Elektromobilität machbar sein“, unterstrich ZDK-Präsident Thomas Peckruhn auf dem Branchenabend in Berlin. Als einen wichtigen Hebel für letztgenannten Punkt sieht der Verband das neue Förderprogramm für E-Autos. Dieses verliert sich zwar nach Ansicht des ZDK im Kleinklein bürokratischer Regelungen, für Thomas Peckruhn steht jedoch fest: „Der Hochlauf der Elektromobilität braucht diesen Rückenwind. Die neue Förderung kann die Nachfrage spürbar auf ein breiteres und nachhaltiges Fundament heben, wenn sie endlich verlässlich ausgestaltet und sofort implementiert wird.” 

Jenseits dessen legt der Verband den Fokus auf den Wandel im Kfz-Gewerbe, der sich unter anderem an einem steigenden Frauenanteil im Berufsbild Mechatroniker/in zeigt. So gab es beim Neujahrsgipfel auch eine Expertinnenrunde, in der erfolgreiche Unternehmerinnen aus Handel und Werkstatt die zentralen Herausforderungen der Branche – von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bis zum Fachkräftemangel – diskutierten. Um letzterem zu begegnen, setzt der ZDK verstärkt beim Nachwuchs an und verleiht aus diesem Grund künftig einen neuen Preis für Nachwuchstalente. 

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