Künftige Produktion auch von Defense-Anwendungen

Verkauf des Aumovio-Standorts Rheinböllen finalisiert

Der Aumovio-Standort Rheinböllen wurde inklusive sämtlicher Aktivitäten und Beschäftigten an die Transformationsberatung Falkensteg veräußert – Betreiber ist nun die Tochter RHB-Industries.  Foto: Aumovio

Zukünftig werden in Rheinböllen von den rund 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Bremssättel und elektrische Parkbremsen produziert. Mit dem Betriebsübergang zu RHB-Industries unterstützt die Belegschaft die zukunftsfähige Neuausrichtung des Standorts, heißt es in einer Unternehmenserklärung. RHB-Industries plant, am Standort Rheinböllen eine Auftragsfertigung im Bremsenbereich einzuführen, um laufende Serienprojekte zu unterstützen. Das Unternehmen hat sich zudem verpflichtet, zukunftsfähige Geschäftsideen zu entwickeln, die Produktion und Beschäftigung am Standort auch langfristig ermöglichen. Im Zuge dessen sei geplant, den Standort für zusätzliche Märkte – insbesondere für Anwendungen in den Bereichen Defense, bremsennahe Anwendungen, Lohnfertigung im Bereich Robotik und Industrie wie zum Beispiel Großwärmepumpen – zu öffnen. CEO Alexander Dietel, teilt zur abgeschlossenen Übernahme mit: „Wir freuen uns darauf, das Werk in Rheinböllen gemeinsam mit den Beschäftigten weiterzuentwickeln und langfristig erfolgreich aufzustellen. In den vergangenen Wochen standen wir bereits in engem Austausch mit den Verantwortlichen vor Ort und haben erste Vorbereitungen für alle anstehenden Schritte getroffen."

Aumovio ging im September 2025 als Spin-off aus dem Geschäft des ehemaligen Continental-Unternehmensbereichs Automotive hervor. Das aktuelle Geschäft organisiert sich in den vier Geschäftsbereichen "Architecture and Network Solutions" (ANS), "Autonomous and Commercial Mobility", "User Experience" (UX) und "Safety and Motion" (SAM). Als Unternehmen des globalen Automobilmarktes steht auch Aumovio vor strukturellen Herausforderungen, zu denen der Übergang zur Elektromobilität und der intensive Wettbewerb insbesondere zu chinesischen Herstellern zählt. Die vier Geschäftsbereiche entwickeln sich sehr unterschiedlich, weshalb das Management eine Fokussierung auf die profitablen Segmente anstrebt. „Der erfolgreiche Abschluss der Transaktion ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie. Wir stärken unser Kerngeschäft und konzentrieren unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Investitionen gezielt auf Zukunftstechnologien. Gleichzeitig unterstreicht der Abschluss unseren Fortschritt bei der Konsolidierung unserer weltweiten Fertigungsstandorte“, so Philipp von Hirschheydt, Vorstandsvorsitzender von Aumovio.

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