Automotive Mobility Europe soll die Interessen des gesamten automobilen Ökosystems – Fahrzeughandel und Werkstätten, freie und markengebundene Betriebe, bis hin zu weiteren Playern des Aftermarkets – vertreten. Insgesamt vertritt AME künftig rund 4,5 Millionen Beschäftigte des europäischen Kfz-Gewerbes. „Die Umbrüche in unserer Branche sind tiefgreifend und beschleunigen sich weiter. Gerade jetzt brauchen wir in Brüssel dringend eine durchsetzungsfähige und geschlossene Stimme, die mit Nachdruck für faire Wettbewerbsbedingungen sorgt. Während wir uns in Deutschland in einer Aufsplitterung der Verbände verlieren, ist es ein ermutigendes Signal, dass wir auf europäischer Ebene die Bündelung der politischen Interessenvertretung für das Kfz-Gewerbe positiv angehen. Mit der Übernahme von CECRA auf AME schaffen wir die Voraussetzung, die Anliegen des Kfz-Gewerbes koordiniert und überzeugend auf europäischer Ebene zu vertreten“, erklärt Jürgen Hasler, Hauptgeschäftsführer des ZDK und Co-Präsident von AME.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hatte als Mitbegründer von CECRA, dem früheren europäischen Dachverband des Kfz-Gewerbes, die Interessenvertretung über Jahrzehnte mitgeprägt. Mit AME soll nun eine schlagkräftige Organisation entstehen, die den Transformationsprozess der Branche aktiv begleitet und politisch flankiert. AME setzt sich laut Verbandsmitteilung für praxisnahe, mittelstandsfreundliche Regulierung, faire Wettbewerbsbedingungen und den diskriminierungsfreien Zugang zu Fahrzeugdaten ein. Darüber hinaus stehen Bürokratieabbau, nachhaltige Mobilität und die Stärkung des Reparatur- und Servicenetzes im Fokus. Neben den acht Gründungsmitgliedern von AME – AKL (Finnland), ARAN (Portugal), AutoBranchen (Dänemark), BOVAG (Niederlande), GANVAM (Spanien), Mobilians (Frankreich), Traxio (Belgien) sowie der deutsche ZDK – sind nun zwölf weitere nationale Verbände des Kfz-Gewerbes sowie drei europäische Autohandelsvertretungen durch die Übernahme Mitglied in AME. Jürgen Hasler, Hauptgeschäftsführer des ZDK, und Xavier Horent, Generaldirektor von Mobilians, bilden die Doppelspitze als Co-Präsidenten des im letzten Jahr gegründeten Verbands.