Weniger Schäden durch Naturgefahren

Versicherungsausgaben für Unwetterschäden an Fahrzeugen nahezu halbiert

2025 kam es zu weniger Schäden an Pkw durch Überschwemmungen, Stürme, Hagel und Blitze.  Foto: Animaflora PicsStock - stock.adobe.com

Bundesweit wurden dem GDV zufolge insgesamt 190.000 Schäden an Kraftfahrzeugen durch Naturgefahren wie Sturm, Hagel und Blitz registriert. Trotz des insgesamt milden Witterungsverlaufs waren den Angaben zufolge nicht alle Regionen gleichermaßen vom Rückgang der Vorfälle betroffen. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen kam es zu zahlreichen Unwetterschäden an kaskoversicherten Fahrzeugen. Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 59.500 die höchste Anzahl an Schäden, gefolgt von Baden-Württemberg mit 39.500 und Bayern mit 36.500. Niedersachsen kam auf 20.500. Bei fast allen anderen Bundesländern blieb die Anzahl im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Der Schadendurchschnitt pro Einzelschaden belief sich bundesweit auf einen Korridor zwischen 2.600 und 3.800 Euro. Mit durchschnittlichen Kosten von 3.800 Euro war Baden-Württemberg Spitzenreiter, gefolgt von Sachsen mit durchschnittlich 3.700 Euro und Bayern sowie Berlin mit jeweils 3.500 Euro.

Der bundesweite Rückgang an Schäden dürfe jedoch nicht überbewertet werden: „Ein einziges schweres Unwetter in einer Region kann die Schadenbilanz schnell drehen", warnt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. Laut dem Versicherungsverband werden Naturgefahren langfristig eher zunehmen: „Ein Trend zu heftigeren Wetterereignissen, mehr Fahrzeuge und eine dichtere Bebauung lassen die Zahl der Schäden weiter steigen", so die Verantwortlichen.

Schadendurchschnitt pro Einzelschaden im Jahr 2025 je Bundesland. Foto: GDV.

Während die durch Naturgefahren hervorgerufenen Versicherungssummen zurückgingen, vermeldete der GDV Ende 2025 allerdings auch ein neues Spitzenniveau bei den Stundensätzen in Kfz-Werkstätten. Demnach kosteten Arbeiten an der Mechanik, Elektrik oder der Karosserie 2024 im Durchschnitt 202 Euro pro Stunde, Lackierarbeiten sogar 220 Euro. Eine Untersuchung des ADAC zeigte zudem, wie aufgrund von moderner Technik die Reparaturkosten von Fahrzeugen aktuell stark ansteigen. Sensoren und Kameras machen Schäden an Scheiben oder Stoßfängern zum teuren Servicefall. Davon betroffen sind sowohl hochpreisige Pkw als auch Kleinwagen.

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