Vermeintlich günstige VW-Modelle

Volkswagen warnt vor Betrugsmasche im Gebrauchtwagenhandel

Modelle des Volkswagen-Konzerns sind erneut Mittel einer Online-Betrugsmasche.  Foto: Björn Wylezich - stock.adobe.com

Mit besonders günstigen Preisen sollen laut Konzernangaben potenzielle Kundinnen und Kunden geködert und zur An- bzw. Bezahlung nicht existierender Gebrauchtwagen animiert werden. Kriminelle würden dabei gefälschte E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bankverbindungen nutzen. Laut VW-Konzern existieren allerdings weder die genannten Vertriebsinstrumente noch die angebotenen Fahrzeuge. Zudem verkaufe Volkswagen grundsätzlich keine Gebrauchtwagen an Endkunden. Der Verkauf von Fahrzeugen erfolgte ausschließlich über zertifizierte Händler. Betroffene Kundinnen und Kunden sind aufgerufen, umgehend die Polizei zu informieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Marke des Volkswagen-Konzerns auf eine Betrugsmasche im Gebrauchtwagenhandel aufmerksam macht. Im vergangenen Jahr warnte bereits die VW-Tochter Audi vor möglichen Betrugsfällen beim Online-Gebrauchtwagenkauf. Schon damals wurden laut Konzernangaben gefälschte Internetseiten und Angebotskataloge genutzt, um nicht existierende Fahrzeuge der Marke in der DACH-Region zum Kauf anzubieten. Zudem sollen die Kriminellen Bildmaterial tatsächlich existierender Mitarbeiter von Audi-Vertriebspartnern genutzt haben. Jüngst machte zudem der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) auf eine Betrugswelle im Autohandel aufmerksam. „Die aktuellen Fallmeldungen zeigen deutlich: Betrug im Autohandel ist heute hochgradig digitalisiert, arbeitsteilig organisiert und oft erst auf den zweiten Blick erkennbar“, so Thomas Peckruhn, Präsident des ZDK. Im Zuge dessen rief der Verband Autohändler zu erhöhter Wachsamkeit im Tagesgeschäft auf: „Klare interne Prozesse, das Vier-Augen-Prinzip, konsequente Prüfungen von Geschäftspartnern sowie verbindliche Zahlungs- und Übergaberegeln seien entscheidend, um Risiken wirksam zu minimieren. Ebenso wichtig sind die kontinuierliche Schulung von Mitarbeitenden und ein konsequentes Vorgehen bei Verdachtsfällen.“

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