Mehrere Kundenprojekte werden vorzeitig beendet 

Vorläufige ZF-Geschäftszahlen für 2025 „geben Anlass zur Zuversicht“

Die vorläufigen ZF-Zahlen weisen in die richtige Richtung – Details legt der Konzern am 19. März 2026 vor.  Foto: Snehit Photo - stock.adobe.com

Mit einem bereinigten Free Cashflow von über einer Milliarde Euro kommt ZF 2025 deutlich oberhalb des angestrebten Levels von mehr als 500 Millionen Euro ins Ziel. Auch der zuletzt definierte Korridor für die EBIT-Marge von 3,0 bis 4,0 Prozent wird klar überboten, meldet die Konzernzentrale aus Friedrichshafen. Die exakten Geschäftszahlen für das so herausfordernde vergangene Jahr will ZF im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 19. März vorlegen. Dann wird es auch Details zum Umsatz geben, den das Management nach Rückgängen im Jahresverlauf zuletzt im Bereich von mehr als 38 Milliarden Euro erwartet hatte. Klar ist derweil allerdings bereits jetzt, dass der Zulieferer seine enormen Verbindlichkeiten erfolgreich reduzieren konnte. Positiv wirken soll in dieser Hinsicht auch der jüngst vereinbarte Verkauf der ADAS-Geschäftseinheit an die Samsung-Tochter Harman International.

„Die gesteigerte operative Performance und der schneller als geplant reduzierte Schuldenstand geben Anlass zur Zuversicht. Unsere Maßnahmen zur Neuausrichtung von ZF greifen. Das ist jedoch kein Grund für Selbstzufriedenheit, sondern ein wichtiger Zwischenschritt und Ansporn, unseren Kurs konsequent fortzusetzen. Dieser Weg bergauf braucht auch weiterhin unsere volle Kraft und Konzentration“, ordnet der ZF-Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich die Ergebnisse ein. 

Mathias Miedreich ZF
Matthias Miedreich steht seit September 2025 an der Spitze des Automobilzulieferers ZF. Foto: ZF

Wie der Konzern weiter mitteilt, löst man sich in Friedrichshafen ferner zunehmend von „Altlasten”. „Im Zuge der Restrukturierung der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien hat sich ZF zudem mit verschiedenen Kunden darauf geeinigt, mehrere Projekte vorzeitig zu beenden, die aufgrund des langsameren Hochlaufs der E-Mobilität nicht die erwartete Profitabilität erreichen”, heißt es in einer Mitteilung. Daraus ergibt sich jedoch eine Einmalbelastung, wie ZF-Finanzvorstand Michael Frick erläutert: „Die Sonderbelastung im Bereich der E-Mobilität führt zwar zu einem buchhalterischen Verlust für das Jahr 2025, befreit uns aber von Altlasten und ist die Grundlage für neue Handlungsspielräume und nachhaltig verbesserte Profitabilität in den kommenden Jahren.“ So habe sich die operative Performance der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien im Vergleich zum Vorjahr signifikant verbessert und liege damit im Plan des Restrukturierungsprogramms.

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