Nach Angaben von Wemag-Geschäftsführer Christopher Schaus ist die Akquisition Teil der Unternehmensstrategie, „solide, nachhaltig und strategisch” zu wachsen. „Mit Werkzeug Weber übernehmen wir ein etabliertes, modernes und in der Region zutiefst verwurzeltes Unternehmen, das sowohl technisch und organisatorisch als auch in Sachen Ethik und Management hervorragend zu uns passt. Und das in einem Vertriebsgebiet, das nahtlos an unsere bisherigen angrenzt”, so Schaus, der aus den genannten Gründen von einem „Perfect Match” spricht. Bislang erstreckt sich die Wemag-Präsenz auf Hessen, Westthüringen, das Ruhrgebiet sowie den Süden Westfalens. Über Werkzeug Weber und dessen Stellung im Großraum Aschaffenburg erschließt sich das Unternehmen nun ein weiteres Marktgebiet.
Zentrale Funktionen wie IT, Einkauf, Buchhaltung und Administration sollen künftig aus der Wemag-Zentrale in Fulda gesteuert werden. Das schaffe mehr Raum für die Kundenberatung vor Ort in Aschaffenburg. „Die Weber-Schwerpunkte Betriebseinrichtungen und Zerspanung passen gut in das bereits bestehende Wemag-Sortiment und werden zukünftig durch die Bereiche Arbeitsschutz, Schweißtechnik und Reinigungstechnik ergänzt. Das werden wir zusammenbringen“, zeigt sich Vanessa Weber zufrieden. Die langjährige Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co. KG wird ihre gewohnte Rolle noch bis Ende Mai ausfüllen und anschließend über mehrere Monate den Integrationsprozess in den Wemag-Verbund begleiten. Darüber hinaus wird sie ab Juli das Wemag-Marketing sowie das Innovationsmanagement in zentraler Funktion unterstützen. Die Leitung des Aschaffenburger Standorts liegt dann in den Händen von Marco Welke. Mit weiteren Investitionen insbesondere in die Bereiche KI, Digitalisierung und Logistik soll die Unternehmensstruktur noch agiler und flexibler werden. Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist es, „gemeinsam zu einem der modernsten Werkzeughändler und Technikdienstleister in der Mitte Deutschlands aufzusteigen”.