Die Yokohama Rubber Co., Ltd. hatte ursprünglich geplant, die Produktion ab März zu drosseln und eine Schließung im Juli in Betracht zu ziehen. Nach Gesprächen mit der Gewerkschaft des Werks wird jetzt aber überraschend die sofortige Schließung der Reifenfabrik in Salem bekannt gegeben. Lieferengpässe erwartet der Reifenhersteller im US-Markt dennoch nicht – die Nachfrage ist schlicht nicht hoch genug. Von der Werksschließung sind 570 Menschen am Standort betroffen. Das Werk in Salem nahm in den 1960er Jahren den Betrieb auf und produziert seit der Übernahme der Mohawk Rubber Company durch Yokohama Rubber im Jahr 1989 Pkw-Reifen der Marke Yokohama.
In einer Yokohama-Mitteilung bemüht sich das Management um Erklärung dieses Schritts: "Das Unternehmen hat beschlossen, den Standort zu schließen, da es aufgrund der veralteten Anlagen und Produktionsmethoden schwierig ist, die zukünftigen Produktionsziele zu erreichen, die auf die Stärkung der Produktion und des Absatzes von Premium-Reifen mit hoher Wertschöpfung sowie von Reifen mit großem Durchmesser ausgerichtet sind." Die Strategie für den Bereich Pkw-Reifen im Rahmen von „Yokohama Transformation 2026“ zielt darauf ab, den Umsatzanteil von Reifen mit hoher Wertschöpfung zu maximieren, indem der Absatz der Reifen der Serien Advan und Geolandar sowie der Reifen ab 18 Zoll erweitert wird. Darüber hinaus verschlankt das Unternehmen die Produktionssysteme innerhalb der Yokohama Rubber Group.