Branchenstatistik neu aufgestellt

ZDK nutzt Datenbasis des Statistischen Bundesamtes

Kfz_WerkstattMehr als 700.000 Menschen arbeiten laut dem ZDK in Autohäusern, Werkstätten und weiteren Unternehmen des Kfz-Gewerbes.  Foto: industrieblick – stock.adobe.com

Die Branche umfasst nach der neuen Methodik rund 84.000 Unternehmen mit 705.000 Beschäftigten. Bislang hatte der ZDK auf Basis einer eigenen Abgrenzung rund 39.000 Betriebe und 468.000 Beschäftigte ausgewiesen. „Das Kfz-Gewerbe ist eine der großen Säulen der deutschen Wirtschaft – und deutlich größer als bislang sichtbar war. Mehr als 700.000 Menschen arbeiten in Autohäusern, Werkstätten und weiteren Unternehmen des Kfz-Gewerbes. Diese Bedeutung muss sich auch in Statistik, öffentlicher Wahrnehmung und politischen Entscheidungen widerspiegeln“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. 

Die neuen Branchenzahlen veröffentlicht der ZDK zur Automechanika Frankfurt in dieser Woche. Deutlich gemacht werden soll, dass das Kfz-Gewerbe ein zentraler Teil der automobilen Wertschöpfung in Deutschland ist. Mit der neuen Methodik trennt der ZDK künftig klar zwischen Mitgliedschaft und Branche. Die veröffentlichten Kennzahlen beschreiben laut den ZDK-Verantwortlichen die gesamte wirtschaftliche Realität des Kfz-Gewerbes, unabhängig davon, ob Unternehmen Mitglied einer Innung oder eines Verbandes sind. Grundlage der neuen Berechnung seien die amtlichen Wirtschaftszweige „Handel mit Kraftwagen“ sowie „Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen“. Die neuen Zahlen fallen deutlich höher aus, da in die neue Statistik auch Teilzeitbeschäftigte, Selbständige und weitere Unternehmensbereiche einfließen. Zudem werden kleine Unternehmen sowie zusätzliche Tätigkeitsfelder des Kfz-Gewerbes berücksichtigt. Noch nicht erfasst ist dagegen der Handel mit Kraftfahrzeugteilen. Darüber hinaus verwendet der ZDK jetzt den Begriff „Unternehmen“ statt „Betriebe“. Damit orientiert sich der Verband an der Definition der amtlichen Statistik, nach der ein Unternehmen mehrere rechtliche Einheiten und Standorte umfassen kann.

„Wer die Transformation der Mobilität gestalten will, muss die gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben. Das Kfz-Gewerbe sorgt mit seinen Unternehmen für Mobilität, Beschäftigung, Ausbildung und Service in allen Regionen Deutschlands. Diese Leistung wird mit der neuen Statistik künftig noch deutlicher sichtbar“, betont Peckruhn. Der ZDK und der Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks (BIV) arbeiten inzwischen an einer arbeitsteiligen Kooperation. Beide Verbände treten auf der Automechanika Frankfurt mit einem gemeinsamen Messestand auf. Thomas Peckruhn hierzu. „Wir stehen für die Interessen des gesamten Kfz-Gewerbes. Gleichzeitig wollen wir mit dem BIV dort eng und konstruktiv zusammenarbeiten, wo wir die Interessen der Branche gemeinsam voranbringen können. Unser gemeinsamer Auftritt auf der Automechanika ist dafür ein sichtbares Zeichen.“

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