Nach den tiefgreifenden internen Querelen und dem Ende der gemeinsamen Geschäftsstelle haben sich der ZDK wie auch der ZVK/BIV-Kfz in den vergangenen Monaten neu sortiert. Nun geht es darum, die Details einer möglichen einvernehmlichen Kooperation beider Verbände abzustimmen. Die grundsätzliche Bereitschaft dazu wurde bereits im Rahmen des Neujahrsgipfels verschiedenerseits betont. Bei einem Treffen haben Thomas Peckruhn, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), und Detlef Peter Grün als Vorstandsvorsitzender des Bundesinnungsverbandes des Kraftfahrzeughandwerks (BIV-Kfz) diese Absicht kürzlich bekräftigt. „Für beide Organisationen stehen die Interessen und Bedürfnisse der Betriebe des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und des Kraftfahrzeughandwerks an erster Stelle. Hierfür wollen wir eine konstruktive Form der Zusammenarbeit finden“, so das gemeinsame Statement der beiden Verbandsoberen.
Wie genau diese Zusammenarbeit aussehen könnte, soll in vertraulichen Gesprächen zwischen den beiden Hauptgeschäftsführern Jürgen Hasler (ZDK) und Dr. Jürgen Gros (ZVK) erörtert werden. Dabei streben beide Seiten nach eigenen Angaben eine Organisations- und Finanzierungsstruktur an, „die leistungsfähig und effizient ist, die Doppelstrukturen vermeidet und eine zweckmäßige Arbeitsteilung gewährleistet”. „Die Interessen und Belange des Kraftfahrzeughandwerks, insbesondere der Handwerksbetriebe und der handwerklichen Berufsausbildung, werden im Bundesinnungsverband Kfz-Handwerk (BIV) gebündelt“, führt Detlef Peter Grün aus. Und Thomas Peckruhn ergänzt: „Die Interessen des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, markengebundene und freie Betriebe gleichermaßen, werden vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) als Dachverband wahrgenommen.“ Den festen Willen zur Zusammenarbeit bekunden beide Verbände auch bereits mit Blick auf die diesjährige Automechanika. Dort soll es neben einem gemeinsamen Messestand auch wieder eine gemeinsame Branchenveranstaltung geben.