Der Umsatzrückgang ist laut Unternehmen überwiegend auf M&A-Effekte zurückzuführen, insbesondere auf die Ausgliederung des Joint Ventures ZF Chassis Modules mit Foxconn. Organisch lag der Umsatz des Zulieferers nur 0,6 Prozent unter Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge stieg auf 3,7 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent). Die Nettoverschuldung sank zum 30. September 2025 auf rund 10,6 Milliarden Euro, zudem gelang im September die Platzierung einer fünfjährigen US-Dollar-Anleihe über 1,5 Milliarden US-Dollar zur Refinanzierung. Finanzvorstand Michael Frick ordnet die Ergebnisse ein: „Die ersten neun Monate des Jahres 2025 zeigen, dass wir auch in einem schwierigen Umfeld handlungsfähig bleiben. Unsere Performance-Programme greifen und tragen zur Stabilisierung der Profitabilität bei, während wir die Transformation des Unternehmens weiter voranbringen. Trotz der Marktvolatilität und branchenspezifischer Belastungen bleibt ZF auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen.“ Die vollständigen Jahreszahlen will ZF am 19. März 2026 vorlegen.
Abfindungsprogramm trifft auf starkes Interesse
Parallel zur finanziellen Entwicklung steht ZF, wie Frick andeutet, vor internen Strukturveränderungen. Laut einem Bericht der Schwäbischen Zeitung ist der Zuspruch für die angebotenen Abfindungsregelungen unerwartet hoch. In mehreren Bereichen hätten deutlich mehr Beschäftigte Interesse signalisiert als ursprünglich vorgesehen. Die Nachfrage übersteige „die geplanten Abbaukontingente teils deutlich“.
Einige Mitarbeitende strebten demnach aktiv einen früheren Ausstieg an. Betriebsratskreise sprechen laut der Zeitung von einem „ungewöhnlich großen Run“, der nicht nur mit dem Transformationsdruck in der Branche zusammenhänge, sondern auch mit der Unsicherheit über langfristige Einsatzbereiche an den Standorten. Besonders im Produktionsumfeld werde intern von einer spürbaren Verunsicherung berichtet. ZF selbst äußert sich zu laufenden Personalprozessen nicht im Detail, verweist aber auf die bekannten Transformationsprogramme des Unternehmens, die bereits seit 2023 greifen und zu einer „Anpassung der Belegschaft auf künftige Technologie- und Marktanforderungen“ führen sollen.