Nachhaltigkeitsberichtserstattung für Werkstätten

„Zukunfts-Kompass Karosserie-, Lackier- & Fahrzeugtechnik“ vorgestellt

(v.l.n.r.) Torsten Schmidt (Leiter Geschäftsbereich Fahrzeuglackierung BFL), Steven Didssun (Präsident BFL), Julian Eisenhardt (Projektkoordinator BFL), Detlef Peter Grün (Bundesinnungsmeister BIV), Reinhard Beyer (BVdP) und Thomas Aukamm (ZKF).   Foto: IFL

Die Europäische Union hat hier kürzlich mit der Omnibus-Verordnung im Sinne der Handwerksbetriebe festgelegt, dass große Unternehmen von nicht berichtspflichtigen Betrieben maximal Informationen im Umfang des freiwilligen KMU-Standards (VSME) erfragen dürfen. Darüber hinaus gehende Anfragen können zurückgewiesen werden. Der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik e.V. (ZKF), die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL), der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV), der Bundesverband Fahrzeuglackierer (BFL) und der Bundesverband der Partnerwerkstätten e.V. (BVdP) präsentieren nun gemeinschaftlich dennoch ein Unterstützungstool für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der „Zukunfts-Kompass Karosserie-, Lackier- & Fahrzeugtechnik" wurde auf Grundlage der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderten Online-Plattform „Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK)“ und dem „Zukunfts-Kompass Handwerk“ entwickelt. Letzterer ist ein gewerkeübergreifendes Online-Tool für das gesamte Handwerk, entwickelt von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk e.V. (ZWH) in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

„Die enge Partnerschaft mit der ZWH und dem ZDH war bei der Entwicklung unserer Lösung sehr wertvoll. Gemeinsam haben wir es geschafft, EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung in ein praxisgerechtes Tool zu übertragen, das den bürokratischen Aufwand für unsere Betriebe so klein wie möglich hält“, erklärt Detlef Peter Grün, Bundesinnungsmeister des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) und Präsidiumsmitglied im ZDH. Für die branchenspezifische Adaption wirbt auch Steven Didssun, Präsident des Bundesverbandes Fahrzeuglackierer (BFL): „Als Verbände war es uns wichtig, eine unabhängige Lösung zu entwickeln, die zum einen die Besonderheiten des Kfz- und Fahrzeuglackierhandwerks abbildet. Zum anderen muss die Komplexität im Betriebsalltag beherrschbar sein. Das ist uns mit dem Zukunfts-Kompass gelungen.“ Eine Checkliste innerhalb des Tools soll zukünftig Betriebsinhaber und -inhaberinnen im Vorfeld darüber informieren, welche Informationen benötigt werden. Im Anschluss können sie den Fragebogen Schritt für Schritt ausfüllen und erhalten am Ende einen Nachhaltigkeitsbericht, der mit dem europäischen Berichtsstandard für kleine und mittlere Unternehmen (VSME) konform ist. 

„Natürlich ist der Aufwand bei der erstmaligen Erstellung etwas höher, weil zunächst alle Daten ins Tool eingepflegt werden müssen. Danach muss der Bericht jedoch nur noch jährlich mit aktuellen Angaben, etwa zum Energieverbrauch oder zu Treibhausgasemissionen, ergänzt werden. Das spart auf Dauer viel Zeit“, erklärt Reinhard Beyer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Partnerwerkstätten e.V. (BVdP). „Neben den klassischen Betrieben des Karosserie- und Fahrzeugbaus in der Unfallinstandsetzung ist das Tool auch an die Besonderheiten der Aufbauhersteller und Nutzfahrzeugbetriebe angepasst“, betont ZKF-Präsident Arndt Hürter. Der Zukunfts-Kompass Karosserie-, Lackier- & Fahrzeugtechnik wurde unter dem Dach der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e. V. (IFL) realisiert. „Dieses Leuchtturmprojekt hat Strahlkraft ins gesamte Handwerk, denn es zeigt, wie gemeinsame Interessen gebündelt und in eine innovative Lösung zum Wohle aller Betriebe umgewandelt werden können“, so Hürter, der als Präsident des ZKF auch Vorsitzender der IFL ist. 

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