Bereits Anfang kommenden Jahres will das SKF-Management das Automobilzuliefergeschäft in ein eigenes Unternehmen ausgliedern und in der schwedischen Hauptstadt Stockholm an die Börse bringen. Teile des Automotive-Portfolios des Unternehmens – zu dem neben Wälzlagern und Dichtungen für Fahrzeughersteller auch Reparaturkits für den Aftermarket gehören – werden hierzulande in Mühlheim und Lüchow gefertigt. Die in Summe rund 620 Beschäftigten wechseln ebenso wie weitere 150 Personen aus der Automobil-Verkaufsorganisation am Stammsitz in Schweinfurt in das neue Unternehmen.
Auf einer Betriebsversammlung am Mittwoch (27. März) wurde die Belegschaft entsprechend informiert. Am Tag zuvor hatten Geschäftsführung und Betriebsrat der deutschen SKF GmbH einen Vertrag zur Beschäftigungs- und Standortsicherung abgeschlossen. Dieser gilt für alle 3.800 Personen, die in Schweinfurt, Mühlheim und Lüchow arbeiten. „Diese Vereinbarung bietet Sicherheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und macht deutlich, dass SKF auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ein verlässlicher Arbeitgeber ist. Unsere Beschäftigten erhalten dadurch ein hohes Maß an Sicherheit für die kommende Aufspaltung. Die Rahmenbedingungen sind in beiden Unternehmen gleich gut. Wir werden die vor uns liegenden und notwendigen Veränderungen wie gewohnt konstruktiv mit unseren Betriebsräten umsetzen“, betont SKF-Deutschlandchef Jörg Wuttke. Am Standort Schweinfurt verlängert das Abkommen den gegenwärtigen Vertrag mit Gültigkeit bis Ende 2026 um drei Jahre bis zum 31. Dezember 2029. In Lüchow und Mühlheim gilt dagegen erstmals eine Beschäftigungssicherung. Diese läuft bis zum 30. Juni 2028.
JETZT unseren WhatsApp-Kanal abonnieren und auf dem Laufenden bleiben ➡️ Hier klicken