„Die Roadshow lebt davon, dass wir komplexe Themen direkt in die Betriebe bringen – nicht als trockene Präsentation, sondern im echten Austausch. Die positive Resonanz der Teilnehmenden hat einmal mehr gezeigt, wie gut Veranstaltungen mit praxisnahem Bezug im Netzwerk ankommen“, bilanziert im Nachgang der GRS-Autoserviceleiter Thorsten Brückner. Einen Schwerpunkt im Autoservice-Part der Roadshow setzten die GRS-Verantwortlichen mit dem Bereich Klimaanlagenservice. Referent Phillip Benstein von Trainmobil erläuterte die Auswirkungen der neuen Klimaanlagen-Durchführungsverordnung auf den Werkstattalltag durch geänderte Anforderungen beim Umgang mit Kältemitteln, neue Prüfpflichten und veränderte Serviceprozesse. Darüber hinaus zeigte er auf, wie sich Remote-Service-Lösungen bei der Fahrzeug-Diagnose immer weiter verbessern und zunehmend in den Betriebsablauf integriert werden können. Das Thema Fahrerassistenzsysteme beleuchteten Vertreter von Hella Gutmann. Die Kalibrierung von ADAS-Komponenten, von Radarsensoren bis zu Kameras, ist nach Veränderungen am Fahrzeug, Unfällen, dem Austausch von Windschutzscheiben oder Fahrwerksarbeiten zwingend erforderlich und für Werkstätten damit kein Nischenthema mehr. Vermittelt wurden in dieser Einheit technische Grundlagen, typische Fehlerquellen und die Anforderungen an Ausrüstung und Qualifikation.
Den zweiten Teil des Programms leitete an den vier Stationen der Roadshow Marco Heitmann ein. Der IT-Retail-Leiter informierte die Teilnehmenden über die aktuelle Schwerpunktthemen rund um die GRS-eigene Warenwirtschaft. Im Fokus standen die neue Telefonintegration im GRS-Warenwirtschaftssystem TireSoft3, die jüngsten Entwicklungen rund um die Digitale Arbeitskarte sowie der aktuelle Stand der E-Rechnung. Dabei ging es insbesondere um die gesetzlichen Vorgaben und die notwendigen Vorbereitungen der Partner für deren Umsetzung. Mit der nahtlosen Integration der Telefonanlage in die Warenwirtschaft will die GRS Telefonprozesse effizienter und kundenorientierter aufsetzen. Eingehende Anrufe werden automatisch erkannt, sodass Anrufende persönlich begrüßt werden können und alle relevanten Kundeninformationen sofort zur Verfügung stehen. Die wesentlichen Gesprächsinhalte werden künftig direkt dokumentiert und stehen dann Mitarbeitenden zentral zur Verfügung.
Die Verantwortlichen der Goodyear Retail Systems berichteten im Rahmen der Roadshow auch über die Weiterentwicklung der Digitalen Arbeitskarte. Die Lösung gehe inzwischen weit über die reine Auftragsbearbeitung hinaus: Künftig würden auch angrenzende Werkstattprozesse wie die digitale Rädereinlagerung sowie eine digitale Auftragszeiterfassung integriert. Das Ziel sei eine durchgängige Digitalisierung aller werkstattrelevanten Abläufe – von der Fahrzeugannahme über die Arbeitsvorbereitung bis hin zum Abschluss des Werkstattauftrags. Marco Heitmann stellte darüber hinaus die neue Schnittstelle zu TYSYS vor, über die GRS-Partner ab sofort individuell zusammengestellte und montagefertige Kompletträder direkt aus dem Warenwirtschaftssystem heraus bestellen können. „Digitalisierung wird im Werkstattalltag noch häufig als zusätzlicher Aufwand wahrgenommen. Dabei nehmen digitale Werkzeuge den Mitarbeitenden viele Routinetätigkeiten ab, schaffen mehr Transparenz und sorgen für effizientere Prozesse. Genau das wollten wir den Teilnehmenden anhand konkreter Beispiele vermitteln“, resümiert Marco Heitmann.