Mit Umsatzerlösen von rund 1,76 Milliarden Euro konnte Pirelli den Vorjahreszeitraum in den Monaten Januar bis März 2025 leicht übertreffen. Dabei wurde das organische Plus von 4,7 Prozent durch negative Währungseffekte auf 3,7 Prozent reduziert. In puncto Absatzvolumen kommunizieren die Italiener einen Zuwachs von 0,8 Prozent, was im Wesentlichen mit Marktanteilsgewinnen im High -Value-Segment (Reifen ab 18 Zoll und größer) begründet wird. Dessen Umsatzanteil erreichte im ersten Quartal 81 Prozent (Q1 2024: 77 Prozent). Auch beim bereinigten EBIT (279,8 Millionen Euro; +6,5 Prozent) sowie bei der zugehörigen Marge (15,9 Prozent; +0,4 Prozentpunkte) konnte das Unternehmen zulegen. Hierfür führen die Verantwortlichen einen verbesserten Preis-Mix sowie Effizienzsteigerungen an. In diesem Zuge konnte Pirelli seinen Nettogewinn um mehr als ein Viertel (+26,7 Prozent) auf 127,2 Millionen Euro steigern. Der Netto-Cashflow vor Ausschüttung belief sich auf -696,7 Millionen Euro nach -673,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2024.
Wie bereits bei der Jahresbilanz 2024 stimmten jedoch nur 9 von 15 Mitgliedern des Verwaltungsrats für die Annahme des Quartalsabschlusses. Grund für die Ablehnung der sechs Boardmitglieder Jiao Jian, Chen Aihua, Zhang Haitao, Chen Qian, Fan Xiaohua und Tang Grace war eine Erklärung zum Einfluss des chinesischen Staatskonzerns und Aktionärs Sinochem, die Pirelli für beendet hält. Inwieweit dem tatsächlich so ist, könnte für die Pirelli-Aktivitäten auf dem US-Markt eine zentrale Rolle spielen. In einer Unternehmensmitteilung heißt es, man sei weiterhin offen für die Suche nach Lösungen, um die vollständige Einhaltung der US-Vorschriften zu gewährleisten.