Goodyear: Refinanzierung unter Druck
Die Goodyear Tire & Rubber Company informiert über eine neue Anleihe in Höhe von 1,05 Milliarden US-Dollar. Mit dem Geld will der Konzern zwei 2027 fällige Anleihen ablösen. Das Management um CEO Mark Stewart handelt also rechtzeitig – allerdings nicht unbedingt aus einer Position der Stärke heraus, wie der happige Zinssatz von 8,875 Prozent der neuen Anleihe dokumentiert.
Stromer legen bei Neuzulassungen weiter zu
Der Markt für vollelektrische Pkw zeigte sich im April 2026 erneut von seiner starken Seite. 64.350 rein batterieelektrische Pkw wurden neu zugelassen, das entspricht einem Anstieg um 41,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit der neu angelaufenen E-Auto-Förderung könnte das Wachstum weiter an Fahrt aufnehmen.
Fahrerassistenzsysteme senken Unfallzahlen, aber nicht Reparaturkosten
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. prognostiziert in seiner Trendanalyse „Kfz-Versicherung 2040 – Automatisiertes Fahren & E-Mobilität“, dass die Inflation die Einsparungen durch moderne Sicherheitstechnik in Autos auffrisst. Weniger Unfälle, aber keine geringeren Reparaturkosten. „Steigende Preise und komplexere Fahrzeuge gleichen die Effekte aus", so der GDV.
Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien prämiert Vergölst
Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH hat die elf größten Reifenhändler Deutschlands im Rahmen einer Kundenbefragung auf den Prüfstand gestellt. Die Conti-Tochter Vergölst erobert die Pole im Ranking. Beurteilt wurden die Kriterien Preis-Leistungs, Kundenservice und Beratung, Sortiment, Ambiente sowie Kundenvertrauen.
Autofahrer wünschen sich eine fairere Preisgestaltung im Kfz-Gewerbe
Steigende Preise setzen dem Image des Kfz-Gewerbes zu. Laut einer aktuellen Umfrage der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation KÜS wünschen sich 58 Prozent der befragten Autofahrer fairere Preise, 50 Prozent wünschen sich zudem mehr Transparenz.
Reifenhersteller behaupten sich mehrheitlich in herausforderndem Umfeld
Diverse Faktoren – darunter insbesondere der Krieg im Nahen Osten – sorgten im ersten Quartal 2026 für schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. In unterschiedlichem Maße davon betroffen zeigen sich Akteure der Reifenindustrie: Während Kumho und Pirelli weitgehend stabile Umsatz- und Ergebniszahlen präsentieren, kann Hankook kräftig zulegen. Deutlich zu kämpfen hat derweil weiterhin Goodyear.
Kreditversicherer rechnet mit steigenden Insolvenzen bei Speditionen
Die Logistikbranche ist durch die Eskalation im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus zusätzlichen starken Belastungen ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund rechnet das Kreditversicherungsunternehmen Atradius für das Jahr 2026 mit einer deutlich steigenden Zahl an Insolvenzen bei Speditionen.
Reifenersatzmarkt: Anzeichen einer Erholung, aber ungewisser Ausblick
Eine verhalten positive Tendenz registriert Tyres Europe mit Blick auf die Verkaufszahlen seiner Mitglieder im ersten Quartal 2026: Neben den – wenn auch nur moderaten – Zuwächsen in einzelnen Segmenten übertrafen die Absätze erstmals nach längerer Zeit wieder das Importvolumen. Angesichts der Unklarheiten rund um die Situation im Nahen Osten warnt der Verband jedoch vor allzu viel Optimismus.
GVA-Mitglieder bleiben trotz „allgemeinwirtschaftlicher Frustration” optimistisch
Als „gut” beurteilen die GVA-Mitglieder die allgemeinwirtschaftliche Situation weder im ersten Quartal noch mit Blick auf den restlichen Jahresverlauf. Hoffnung macht jedoch ein starker Quartals-Endspurt im März mit einem deutlichen Plus bei Fahrzeug-Besitzumschreibungen. Basierend auf dieser Dynamik gehen immer noch fast 70 Prozent der Verbandsmitglieder von steigenden Umsätzen im Jahr 2026 aus.
Strategischer Fokus auf Premiumreifen-Segment
Auf der Continental-Hauptversammlung bekräftigte CEO Christian Kötz einmal mehr den Wandel des Konzerns hin zu einem reinen Reifenhersteller – und verabschiedete zudem Wolfgang Reitzle, der nach 16-jähriger Amtszeit den Aufsichtsratsvorsitz an Sabrina Soussan übergab. Conti will fokussiert die eigene Position im Premiumsegment ausbauen.
„Wir erfinden uns neu, ohne das aufzugeben, wofür wir seit Jahrzehnten stehen“
Mehrheitliche Zustimmung gab es bei der Schaeffler-Hauptversammlung für den Dividendenvorschlag von 0,30 Euro je Stückaktie sowie für eine höhere Vergütung des Aufsichtsrats. CEO Klaus Rosenfeld skizzierte zudem die strategische Ausrichtung des Zulieferers: Im Fokus steht dabei die „5. Division“, die Wachstumsaktivitäten wie humanoide Robotik oder das Verteidigungsgeschäft beinhaltet.
E-Autos sind weniger pannenanfällig als Verbrenner
Moderne Pkw werden immer zuverlässiger, dennoch stieg die Zahl der ADAC-Panneneinsätze im Jahr 2025 auf knapp 3,7 Millionen. Grund ist das wachsende Durchschnittsalter des deutschen Fahrzeugbestands. Elektroautos schneiden dabei besser ab als Verbrenner.
BYD schiebt sich in puncto Innovationsstärke vor VW auf Platz eins
Auch für 2026 hat das Center of Automotive Management (CAM) seine Studienreihe AutomotiveInnovations vorgelegt: Erstmals weist diese den BYD-Konzern vor VW und Mercedes-Benz als Innovationsführer aus. In Verbindung mit den Top-Platzierungen weiterer chinesischer Akteure sieht Studienleiter Stefan Bratzel „die tektonische Verschiebung in der Automobilindustrie auf einem neuen Niveau”.
TÜV Rheinland expandiert in „wichtigem Wachstumsmarkt” Indien
Im indischen Manesar im Bundesstaat Haryana betreibt der TÜV Rheinland seit Kurzem ein neues Prüflabor für Automobilkomponenten. Der Komplex soll Hersteller bei der Entwicklung neuer Technologien unterstützen und dazu beitragen, Markteinführungszeiten zu verkürzen. TÜV Rheinland will mit dem ACT Lab seinerseits Wachstumschancen im drittgrößten Mobilitätsmarkt der Welt nutzen.
EU-Neuzulassungen steigen, E-Autos gewinnen an Boden
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Neuzulassungen von Pkw in der EU um 4 Prozent. Während vollelektrische Fahrzeuge ihren Anteil auf beinahe 20 Prozent ausbauten, sank das Interesse an Verbrennern einmal mehr deutlich.
Autoland Gruppe knackt Milliarde-Euro-Umsatzschwelle
Autoland meldet als herstellerunabhängiges Automobilhandelsunternehmen eine Rekordmarke im Umsatz: Die Autoland Gruppe hat im Jahr 2025 eigenen Angaben zufolge insgesamt rund 60.000 Fahrzeuge verkauft und damit die Schwelle von einer Milliarde Euro Umsatz überschritten. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Autohändler einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro an.
Fuchs-Umsatz soll bis 2031 die Vier-Milliarden-Euro-Marke übertreffen
Unter dem Namen Fuchs100 bündelt die Fuchs-Gruppe ihre strategischen Aktivitäten auf dem Weg zum 100-jährigen Firmenjubiläum: Bis 2031 will der Schmierstoff-Spezialist einen Umsatz im Bereich von 4 bis 4,5 Milliarden Euro sowie ein EBIT zwischen 550 und 600 Millionen Euro erzielen. Zu den sechs dafür identifizierten Wachstumsfeldern zählt auch der Automotive Aftermarket.
Deutsche Zulieferindustrie in tiefer Strukturkrise gefangen
Eine "tiefe Strukturkrise" hat die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) im Rahmen ihrer Wirtschaftspressekonferenz erneut mit Zahlen untermauert. Die industrielle Resilienz sowie die Stabilität der Wertschöpfungsketten seien gefährdet. Die belastenden Faktoren lauten unverändert: Schwache Auftragseingänge, steigende Kosten und ein zunehmend internationaler Wettbewerbsdruck.
Pirelli peilt für 2026 leicht verbesserte Finanzkennzahlen an
Die Jahresergebnisse bestätigt, doch die Causa Sinochem schwelt weiter: So lautet die Bilanz der gestrigen Sitzung des Verwaltungsrats von Pirelli & C. Spa. Nicht nur wegen der internen Auseinandersetzungen erwartet der Reifenhersteller ein abermals herausforderndes Geschäftsjahr. Ein Maßnahmenpaket soll die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten dämpfen, um die Jahresziele zu erreichen.
Dekra bleibt auf Wachstumskurs
Trotz der Krise in der Autoindustrie und einer schwierigen Konjunktur steigerte die Prüfgesellschaft Dekra den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Alle Geschäftsbereiche haben den Verantwortlichen zufolge zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen. Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern ebenfalls wachsende Erlöse.