Nach einer Vielzahl von Bremsungen oder nach hartem Einsatz auf der Rennstrecke ist irgendwann die Oberfläche einer Bremsscheibe, auch Reibschicht genannt, zerstört. Der Kern jedoch – 95 Prozent des Volumens – ist unbeschädigt und kann weiterverwendet werden. Die Rebrake Ceramic Service GmbH sieht sich mit ihrem Verfahren in der Lage, diese Reibschicht zu erneuern und so die Bremsscheibe wieder in den Neuzustand zu versetzen. Dies geschieht laut Unternehmensangaben, indem die beschädigte Oberfläche mechanisch und thermisch für die Beschichtung vorbereitet wird und im Anschluss das Aufbringen des Kohlenstoff/Siliziumcarbid-haltigen Materials auf die Oberfläche vorgenommen wird.
In einem Hochtemperaturschritt in Vakuum-Atmosphäre entsteht durch Zugabe von Silizium ein reaktiver Verbund zwischen der neuen Reibschicht und dem Tragkörper. Diese besteht aus artgleichem Material in vergleichbarer Zusammensetzung und Härte wie die ursprüngliche Reibschicht. Nach dem Wiederherstellen der Oberflächen-Beschaffenheit durch einen die Hersteller-Toleranzen resultierenden präzisen Feinschliff, kann laut Managing Director Wolfgang Dietz die Bremsscheibe wieder bedenkenlos eingesetzt werden. Rebrake hat dieses Verfahren in Zusammenarbeit mit LCT und unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Walter Krenkel entwickelt und patentrechtlich schützen lassen.